NORDHORN/ELSFLETH - NORDHORN/ELSFLETH/JAN - „Damit mussten wir rechnen“, hat Patrick Tulikowski, Trainer des Handball-Oberligisten Elsflether TB, das 10:27 beim VfL Oldenburg III versucht, aus den Köpfen seiner Spielerinnen zu bekommen. Denn der ETB besitzt bei drei ausstehenden Spielen noch alle Chancen, Platz neun, der wohl zum Klassenerhalt langt, zu erreichen. „Der VfL ist selbst noch gefährdet gewesen, hat deshalb fünf Spielerinnen mit Zweitliga-Erfahrung eingesetzt“, gibt der Coach zu bedenken. Lediglich die Höhe der Niederlage ärgerte, denn so hat sich die Tordifferenz gegenüber dem Rivalen um den Klassenerhalt, GW Mühlen, der am letzten Spieltag in Elsfleth antreten muss, auf nun 19 Treffer verschlechtert. Und heute ab 17.15 Uhr droht im Euregium in Nordhorn eine weitere Verschlechterung, denn der Tabellenzweite HSG Nordhorn wartet auf den ETB.

Die Gastgeberinnen besitzen noch Titelchancen, treten noch beim um zwei Minuspunkte besser gestellten Spitzenreiter BV Garrel an und haben ohnehin keinen Grund, Gnade walten zu lassen. Immerhin hat Elsfleth im Hinspiel Nordhorn nach 12:19- Rückstand (45.) noch ein 23:23 abgetrotzt. Es wäre für heute ein Traumergebnis, wie Tulikowski betont. Denn ausgerechnet jetzt fehlen mit Heinke Mehrtens und Janine Matschei wichtige Rückraumspielrinnen aus privaten Gründen. Deshalb werden Ute Hedegger und Nathalie Adami den Kader verstärken, wer noch hinzu kommt, ließ der Coach offen. „Wichtig ist, dass wir die in der Rückraummitte spielende Simone Wegter in den Griff bekommen. Sie werden wir wohl von Beginn an kurz decken“, so der ETB-Coach, der aber fürchtet, dass dann eine 16-jährige Auswahlspielerin, die zuletzt viele Tore markiert hatte, zuschlagen könnte.