NORDHORN/GARREL - NORDHORN/GARREL - Die Oberliga-Handballerinnen des BV Garrel haben am Sonnabend das Spitzenspiel beim Verfolger HSG Nordhorn knapp mit 29:30 verloren – und damit zwei Bigpoints im Kampf um die Meisterschaft liegen gelassen. Durch den knappen Erfolg der Grafschafterinnen sind beide Mannschaften jetzt punktgleich.

„Zu 80 Prozent“ machte Andreas Espelage, der die Garrelerinnen mit seiner Frau Hillu trainiert, die Niederlage an der Leistung der Schiedsrichter fest. „Nach dem 27:24 für uns brachen bei den Unparteiischen alle Dämme. Mit fünf Toren in Folge, darunter zwei Siebenmetern, lag Nordhorn dann seinerseits zwei Minuten vor dem Ende mit 29:27 in Führung.“ Ein signifikantes Beispiel für die – so Espelage – parteiische Haltung der Referees sei die Zahl der Siebenmeter gewesen: deren neun für die HSG und nur einer für Garrel.

Außerdem habe es nach dem Anschlusstreffer von Natascha Vossmann zum 29:30 – es waren noch rund 35 Sekunden zu spielen – 15 Sekunden gedauert, ehe der Ball von der Torhüterin zum Mittelkreis gespielt wurde. Espelage: „Da müssen die Schiedsrichter normalerweise Zeitspiel pfeifen.“ Garrels Torhüterin Stefanie Aumann hielt anschließend die letzten beiden Nordhorner Versuche – die verbleibenden vier Sekunden waren dann allerdings zu knapp, um mit einem vernünftigen Angriff noch das mögliche Unentschieden zu erreichen. „Bitter, da wir eigentlich das bessere Team waren“, meinte Espelage.

Mit der Leistung seiner Mannschaft war der Garreler Trainer indes fast vollkommen einverstanden. Lediglich in der ersten Halbzeit habe sie es nicht verstanden, die Anspiele auf die Nordhorner Kreisläuferin zu unterbinden.

Im letzten Spiel des Jahres empfangen die Garrelerinnen am kommenden Sonnabend, 19.30 Uhr, den Kreisrivalen SV Höltinghausen, der zuletzt dreimal in Folge gewonnen hat. Espelage: „Wir werden den SVH mit Sicherheit nicht unterschätzen.“

BV Garrel: Anita Otten, Stefanie Aumann – Maren Bohmbach (7), Bianca Köpke (6), Natascha Vossmann (5), Nina Bruck (4), Anne Kettmann (3), Dorothee Meyer (2), Evelyn Musche (2/1), Maike Högemann, Marion Janssen, Heike Wilke-Runnebaum, Bianca Rolfes.

Spielverlauf: 4:7, 9:9, 10:10, 12:10 – 12:12, 14:15, 17:20, 24:27, 29:27, 30:29.