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Inselschwimmen Nordsee-Wellen schlagen hoch

Lina Brunnée

Wildeshausen/Norderney - Klaus Scheide-Jürgensen braucht keine Fähre – er schwimmt nach Norderney. Dazu kam es so: Im Frühjahr 2015 suchten er und sein Sportkollege Arne Klawonn eine Herausforderung und stießen auf das Inselschwimmen am 30. August. 8,2 Kilometer durch die Nordsee von Hilgenriedersiel in den Hafen Norderneys.

7.30 Uhr – Abfahrt

Gegen 9 Uhr kommt das Duo am letzten Augustsonntag an der Startutensielenausgabestelle an. Um 11 Uhr werden alle 293 Inselschwimmer mit sechs Bussen zum Startplatz Naturheilbad Hilgenriedersiel gefahren. 11.30 Uhr: Die Teilnehmer gehen an den Strand. Das Wasser ist kalt, 18 Grad Celsius. Es steht kniehoch. Am Horizont ist ein Streifen Land zu erahnen. Norderney. Alle zählen die Sekunden zum Start laut mit.

12 Uhr – Startschuss

Ein Knall, alle kraulen los. Ein riesiges Durcheinander, der 58-jährige Wildeshauser kommt kaum vom Fleck. Arne Klawonn ist nicht mehr an seiner Seite. Weit und breit kein Land in Sicht. Andere Schwimmer auch nicht. Die Wellen schlagen hoch.

Da – der Leuchtturm taucht auf der linken Seite des Athleten auf. Eine Weile später auf der rechten. Sein Orientierungssinn ist durcheinander. Ein DLRG-Boot eilt zu Hilfe: „Du bist zu weit nach rechts abgekommen, mehr links halten!“ Im Zick-Zack-Kurs geht es weiter. Das Auf und Ab der Wellen verursacht Übelkeit. Durchalten ist angesagt. Eine Qualle verfängt sich an seiner Hand – er schüttelt sie ab. Die Insel kommt näher, das Festland entfernt sich. Ein Wadenkrampf erschwert das Schwimmen. Ganz zu schweigen von der Strömung. Der Hafen rückt näher, die Strömung zieht an dem Schwimmer. Mit letzter Kraft erreicht er das Ziel. Seine Zeit: 2 Stunden und 2 Minuten. Arne Klawonn schwamm die Strecke in 1 Stunde und 59 Minuten.

15 Uhr – Siegerehrung

Der schnellste Monoflossenschwimmer erreichte das Ziel in 1 Stunde 20 Minuten. Klaus Scheide-Jürgensen landet – ohne Flossen – auf Platz 88. Um 17.15 Uhr geht es mit der Fähre zurück.

20.30 Uhr – Ankunft

Ein langer Tag ist vorbei. Zufrieden fällt der Inselschwimmer ins Bett. Ob er sich noch mal durch die Nordsee kämpft, weiß er nicht. Ein Erlebnis war es auf jeden Fall.

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