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NWZonline.de Sport

Olympia: Norwegen entsetzt über Trauerflor-Verbot

11.02.2014

Sotschi Mit großem Unverständnis haben norwegische Funktionäre, Athleten und Sport-Idole auf die IOC-Rüge für das Tragen eines Trauerflors reagiert. Dies sei menschlich nicht nachvollziehbar, sagte Inge Andersen, Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees von Norwegen, am Montag in Sotschi: „Wir sind alle Menschen und halten dies in solch einer tragischen Situation für die angemessene Form. Das ist auch Therapie und ein Zeichen des Respekts.“

Nach dem Tod des Bruders der Langläuferin Astrid Jacobsen hatten sich die Norwegerinnen im olympischen Skiathlon am Sonnabend entschlossen, aus Anteilnahme eine schwarze Armbinde zu tragen. Der 25-Jährige fungierte als Trainingspartner des Teams. Das Internationale Olympische Komitee IOC bat die Delegation Norwegens daraufhin, dies zu unterlassen.

Das IOC bezog sich auf die Olympische Charta. Die Regel 50.3 verbietet „jede Demonstration oder politische, religiöse oder rassische Propaganda“ an den olympischen Stätten, Austragungsorten oder in anderen olympischen Bereichen. Nichts soll Olympia in die Quere kommen.

IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau verteidigte in einer Stellungnahme am Montag die Vorgehensweise: „Wir haben tiefstes Mitgefühl für Familie, Freunde und Teamkollegen, die jemanden verloren haben, den sie geliebt haben. Wir respektieren ihren Wunsch, desjenigen zu gedenken. Doch wir glauben, dass die Wettkampfstätten, in denen die Atmosphäre festlich ist, nicht der richtige Ort für Trauer sind.“

„Unerhört, unverständlich, unfassbar. So darf man nicht reagieren“, sagte Norwegens Langlauf-Legende Oddvar Brå. „Das ist völlig umnachtet, eine Riesendummheit“, beschwerte sich die Ex-Langläuferin Anette Bøe: „Da fällt mir nichts mehr ein. Sehr traurig.“

Marit Björgen, die im betroffenen Skiathlon am Sonnabend die Goldmedaille gewonnen hatte, gab sich unterdessen trotzig. „Das war es wert“, sagte die 33-Jährige.

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