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NWZonline.de Sport

Sollte E-Sport als Sportart anerkannt werden?

21.11.2018

Pro: Viele Vorteile

Autor dieses Textes ist NWZ-Volontär Renke Hemken-Wulf

Elektronische Hilfsmittel sind in vielen klassischen Sportarten bereits fester Bestandteil und kaum mehr wegzudenken. Warum sollte also nicht auch der elektronische Sport – der E-Sport – Anerkennung finden? In einer sich verändernden und immer digitaler werdenden Gesellschaft stellt dieser eine moderne Form des sportlichen Wettkampfs dar. Millionen von Menschen verfolgen gespannt, wie sich Teams in Echtzeitstrategiespielen, Ego-Shootern oder Sportsimulationen messen.

Wer die Weltmeisterschaft des Spiels „League of Legends“ verfolgt hat, konnte sehen wie die Profi-Spieler innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen mussten und dabei immer wieder schnelle Reaktionen zeigten. Zudem steht auch im professionellen E-Sport-Bereich Fitness und eine gesunde Ernährung im Vordergrund. Das Bild des stereotypischen Gamers, der mit dickem Bauch vor dem PC oder der Konsole sitzt und sich kaum bewegt, hat mit dem Profi-E-Sport-Bereich nicht mehr viel gemein.

Der E-Sport sollte nicht als reine Unterhaltungsveranstaltung abgetan, sondern die Zeichen der Zeit erkannt werden. Eine Verbindung von klassischem und elektronischem Sport birgt mehr Vor- als Nachteile. Wenn E-Sport-Abteilungen gegründet werden, könnten wieder vermehrt Jugendliche aus ihren Zimmern in die Vereine gezogen werden. Außerdem ließe sich das Zocken beispielsweise mit Ausdauertraining kombinieren, um so auch den gesundheitlichen Aspekt insbesondere im Amateurbereich zu fördern.

Contra: Nur ein Spiel

Sport hat für mich in erster Linie etwas mit Bewegung zu tun – egal ob unter freiem Himmel oder dem Hallendach. Aber in einem Stuhl zu sitzen und stundenlang auf einen Bildschirm zu starren, ist Unterhaltung, kein Sport.

Autor dieses Textes ist NWZ-Volontär Niklas Benter

Klar, beim E-Sport ist der Herzschlag erhöht, es gibt hohe koordinative Anforderungen und es muss eine gewisse Reaktionsfähigkeit an den Tag gelegt werden. Aber wenn all diese Kriterien Sport definieren, dann könnte auch ohne Probleme jede andere körperliche Aktivität als Sport deklariert werden, so wie zum Beispiel Musizieren oder auch Berufsfelder, in der körperliche Anstrengung gefragt ist.

Dazu kommt, dass beim E-Sport nicht nur Sportsimulationen gespielt werden. Auch Echtzeit-Strategiespiele und Ego-Shooter gehören zu den Genres, die „gedaddelt“ werden. Und diese Computerspiele sind für mich meilenweit vom Sport entfernt.

Zudem müssen gewisse organisatorische Voraussetzungen erfüllt sein. Zwar gibt es den E-Sport-Bund Deutschland, aber zum Sport gehört für mich eine flächendeckende Vereinsstruktur, in der Breiten- und Leistungssport angeboten und vor allem der Jugendbereich gefördert wird. Soll ein Sechsjähriger nun beinahe täglich vor dem PC oder der Konsole hängen und einen Ego-Shooter wie „Counter Strike“ spielen, um den Grundstein für eine Profikarriere zu legen? Ich glaube kaum.

Auch wenn es E-Sport heißt und weltweit Millionen Menschen bei Turnieren einschalten, ist und bleibt es Unterhaltung. Ein Spiel, nichts weiter.

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Renke Hemken-Wulf
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
Niklas Benter
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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