Obenstrohe - Vor dem Spiel hätte sich Obenstrohes Trainer Rainer Kocks in der derzeitigen Situation seiner Mannschaft durchaus mit einem Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten Blau-Weiß Bümmerstede anfreunden können. Doch nach der Partie war der TuS-Coach alles andere als zufrieden mit nur einem Zähler. „Wir hatten die größeren Torchancen und hätten den Dreier mehr als verdient gehabt“, ärgerte sich Kocks.
Dabei hatten es die Obenstroher zunächst mit einem sehr aggressiv operierenden Gegner zu tun. Die Bümmersteder attackierten die Gastgeber bereits an deren Strafraumgrenze. Obenstrohe hatte kaum einmal Zeit, einen geordneten Angriff zu starten.
TuS-Abwehrchef Tom Gerdes behielt allerdings die Übersicht, so dass kaum ernsthafte Gefahr von den Bümmersteder Stürmern für das von Tim Stahl gehütete Tor ausging. Seinerseits brachte der TuS jedoch ebenso wenig Nennenswertes in der Offensive zustande.
Das änderte sich allerdings in der 40. Minute, als sich Sven Peters auf der rechten Seite durchsetzen konnte und den Ball mustergültig auf Yannick Brinkmann passte. Der TuS-Youngster hatte anschließend keine Mühe, zum 1:0 einzuschieben. Nur 120 Sekunden später verpasste Mattis Schaaf das 2:0, als er alleinstehend vor Bümmerstedes Keeper Lukas Hemeling etwas aus dem Tritt kam und die Kugel nicht mehr im Tor unterbringen konnte.
Nach der Pause erwischten die Gastgeber einen Auftakt nach Maß. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff verwertete Theesfeld einen Pass von Oke Michelsen zum verdienten 2:0. Doch die Freude der Gastgeber währte nur ganze drei Minuten, bis Steve Köster der 1:2-Anschlusstreffer für die Gäste gelang. Michelsen hätte den alten Abstand postwendend wieder herstellen können, traf aber nur den Pfosten. Als Marvin Krone nach 65 Minuten sogar der 2:2-Ausgleich gelang, schien die Partie fast noch zu kippen.
Pech hatten die Gastgeber nach 74 Minuten, als Theesfeld ebenfalls nur den Pfosten des Bümmerstedes Tores traf. „Nach einer 2:0-Führung darf man Bümmerstede nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Mit einem Sieg wäre bei uns alles entspannter gewesen“, resümierte Kocks nach der Partie zerknirscht.
