Obenstrohe - So schnell geht das in einer unterhalb des Spitzentrios äußerst ausgeglichenen Fußball-Bezirksliga: Dank eines eher unglücklichen 2:2 (1:1) im Heimspiel am Freitagabend gegen den akut abstiegsgefährdeten SVE Wiefelstede und eines 3:2 (1:2)-Erfolges am Montag bei Baris Delmenhorst ist der TuS Obenstrohe über Pfingsten auf den vierten Tabellenplatz geklettert. Eine Region, in der die Elf von TuS-Coach Rainer Kocks nach einer äußerst durchwachsen verlaufenen Hinrunde schon lange nicht mehr vorzufinden war. „Jetzt sind wir da, wo wir uns selber sehen und eigentlich auch hingehören“, erklärte Kocks.

Gegen die sich mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg stemmenden Wiefelstede waren die Obenstroher durch Andreas Willers früh in Führung gegangen (5.). Doch noch vor der Pause erzielte Henning Röbke mit einem fulminanten 18-Meter-Schuss das 1:1 (29.). „Wir hatten aber 70 Prozent Ballbesitz und haben selbst wenig zugelassen“, analysierte Kocks. Doch auch weil SVE-Keeper Tammo Rothe über sich hinauswuchs und vier, fünf Hundertprozentige der Platzherren entschärfte, dauerte es bis zur Nachspielzeit, ehe der eingewechselte Kevin Gerken gekonnt das 2:1 erzielte (90.+3).

Aber im Gefühl des damit vermeintlich besiegelten Heimsieges, leisteten sich die Obenstroher in der Defensive wenig später gleich mehrere Unachtsamkeiten, welche die Wiefelsteder unmittelbar vor dem Schlusspfiff mit dem 2:2 durch Joshua Winter bestraften (90.+5). „Dieses Remis fühlte sich mehr wie eine Niederlage an“, gestand Kocks.

Zwei Tage später hatten die Obenstroher jedoch schon wieder allen Grund zum Jubeln. Auch bei Baris Delmenhorst, das sich am Pfingstsamstag den Klassenerhalt endgültig gesichert hatte, erwischte die TuS-Elf den besseren Start. Nach Vorarbeit von Lars Zwick und Pascal Beyer netzte Florian Jochens früh zur 1:0-Führung ein (3.). Zwar glichen die offensivstarken Delmenhorster wenig später durch Mikael-Cihan Blümel zum 1:1 aus (11.), doch brachte Zwick auf Zuspiel von Oke Michelsen die Gäste prompt wieder mit 2:1 in Front (15.). „Nach 20 Minuten hatten wir dann auch mehr Zugriff im Mittelfeld“, erläuterte Kocks.

Nach dem Seitenwechsel gelang dem SV Baris jedoch der erneute Ausgleich durch Justin Lentz (54.) und wollte danach mehr. „Da haben wir ein bisschen gewackelt“, erklärte Kocks. Umso mehr freute er sich über das schnelle Umschalten nach einem Ballgewinn und 3:2 durch Pascal Beyer (69.): „Die Partie hätte vorher schon in ruhigeren Bahnen verlaufen können, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten.“