Obenstrohe - Mit gemischten Gefühlen hat Trainer Rainer Kocks auf den 4:1 (2:0)-Erfolg seiner Bezirksliga-Fußballer des TuS Obenstrohe am Sonntagnachmittag bei SVE Wiefelstede reagiert. So wurde die Freude über den zweiten Saisonsieg im vierten Anlauf durch eine äußerst durchwachsene Partie getrübt, in der die Gäste in der zweiten Hälfte zudem diverse Hochkaräter ausließen, um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.

„Das war wirklich kein gutes Spiel“, erklärte Kocks: „Zum einen war deutlich zu sehen, dass uns der Rhythmus fehlt und einige Spieler grippegeschwächt waren, zum anderen tun wir uns gegen die unangenehm zu bespielenden Wiefelsteder immer schwer.“ Obendrein konnten sich die Obenstroher bei ihrem Schlussmann Tim Stahl bedanken, dass nach den ersten 45 Minuten hinten noch die Null stand.

So entschärfte der TuS-Keeper etwa in der 17. Minute einen gefährlichen Schuss der Platzherren aus 16 Metern. „Sonst hätte die erste Hälfte auch anders laufen können“, betonte Kocks. Doch so gingen die Obenstroher ihrerseits in Führung: Nach einem Doppelpass mit Sturmspitze Oke Michelsen lupfte Janis Theesfeld den Ball über SVE-Torwart Tammo Rothe (26.). Später musste Stahl in einem Eins-gegen-Eins-Duell gegen einen herannahenden Wiefelsteder erneut sein ganzes Können aufbieten, um den möglichen Ausgleich zu verhindern (38.).

Kurz darauf entschloss sich Kocks, wegen des zähen Spielverlaufs bereits vor dem Seitenwechsel einiges umzustellen und wechselte Lars Zwick für Matthias Lamche ein (40.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war dann Pascal Beyer zur Stelle: Nach einem Freistoß von Andreas Willers schob der Obenstroher Offensivspieler zur 2:0-Führung ein (45.+1). „Das war im Drehbuch des Spiels natürlich ein wunderbarer Zeitpunkt für uns“, freute sich Kocks.

Kurz nach Wiederbeginn kam es noch besser für die Gäste. So war Zwick nach einer Kopfballverlängerung von Jann Straten zur Stelle und traf zum 3:0 (49.). Doch die auf einen Abstiegsplatz abgerutschten Gastgeber aus dem Ammerland gaben sich nicht auf und verkürzten durch Timon Sylvester, der von Abstimmungsproblemen zwischen Stahl und den TuS-Innenverteidigern profitierte auf 1:3 (53.). Aber wiederum nur acht Minuten später gaben die Gäste die richtige Antwort: Auf Zuspiel von Zwick traf Beyer zum 4:1 (61.).

Kocks: „In den letzten 10, 15 Minuten waren wir bei diversen Hochkarätern leider nicht konsequent genug und haben lieber noch mal quer gespielt, statt abzuziehen.“