Obenstrohe/Sande - Derbyzeit an der Plaggenkrugstraße, und das zum vorerst letzten Mal zwischen diesen beiden friesischen Teams: Denn während der TuS Obenstrohe trotz einer durchwachsenen Saison mit dem Abstieg in der Fußball-Bezirksliga seit Wochen nichts mehr zu tun hat, wird Schlusslicht Rot-Weiß Sande das Abrutschen in die Fusionsliga nicht mehr verhindern können. Das Prestigeduell beginnt an diesem Sonntag um 15 Uhr.
Und anders als am Mittwochabend, als die Sander – wie vermeldet – wegen akuter Personalnot zum Nachholspiel beim VfL Wildeshausen gar nicht erst antraten, dafür eine Niederlage am grünen Tisch mit 0:5 Toren sowie eine Geldstrafe für den Nichtantritt in Kauf nahmen, werden sie zum Nachbarschaftsduell in Obenstrohe eine Mannschaft zusammen bekommen.
„Ich kriege die Truppe voll“, erklärte am Freitag RW-Trainer Lars Poedtke, der zwar sicher unter anderen auf den gesperrten Anton Winter (5. gelbe Karte) sowie den verletzten Torjäger Dennis Rehbein verzichten muss, aber dafür wieder auf Maximilian Hohmann zurückgreifen kann. „Natürlich ist der TuS mit der vorhandenen Qualität im Kader der klare Favorit. Aber vielleicht können wir die Jungs auf deren schönen Anlage, wo immer was los ist und gute Fußball-Atmosphäre herrscht, ja ein bisschen ärgern“, sagte Poedtke: „Wichtig wird es dabei sein, tief zu stehen und die extrem gefährlichen Pässe in die Schnittstellen auf die schnellen TuS-Angreifer zu vermeiden.“
Sein Gegenüber auf TuS-Seite, Rainer Kocks, der mit seinen Mannen nach einer kleinen Durststrecke zuletzt zehn von zwölf möglichen Punkten geholt hat, nimmt den Favoritenstatus in diesem Derby an: „Das wäre auch ohne die Personalprobleme auf Sander Seite so gewesen“, betonte der Obenstroher Coach: „Jetzt hoffe ich, dass meine Spieler dieser Rolle wie im Hinspiel beim 4:1 auch erneut gerecht werden.“
Schließlich will das TuS-Team als aktueller Tabellenachter nicht nur noch ein paar Plätze gutmachen, sondern vor allem die bislang magere Heimbilanz noch etwas aufpolieren. „Dazu müssen wir uns weiter steigern“, forderte Kocks, der eventuell auf den zuletzt wegen Knieproblemen geschonten Janis Theesfeld zurückgreifen kann: „Die letzten Ergebnisse stimmten zwar, aber in Sachen Formstärke ist noch immer Luft nach oben.“ In jedem Fall, dürfe seine Elf die kampfstarken Sander nicht unterschätzen – denn die hauen insbesondere gegen favorisierte Derbyrivalen (wie zuletzt gegen den SVW) immer mal wieder einen raus.
