Obenstrohe/Sande - Viele Tore fielen in beiden Spielen mit friesischer Beteiligung, dennoch herrschten am Ende absolut unterschiedliche Gefühlslagen.

TuS Obenstrohe - SV Eintracht Oldenburg 7:0 (1:0). Nach einem Schützenfest an der Plaggenkrugstraße hatte es in der ersten Hälfte noch nicht ausgesehen. Im Gegenteil: Der designierte Absteiger aus Oldenburg lauerte auf Fehler der Platzherren, die den Gästen unfreiwillig auch noch den Gefallen taten. „Wir haben uns vor der Pause schwer getan, immer wieder individuelle Fehler im Aufbau geleistet und hätten uns über ein 0:1 oder 0:2 nicht beschweren dürfen“, erläuterte TuS-Coach Rainer Kocks. So trafen die Gäste in der 13. Minute nur den Innenpfosten. Erst nach einer weiteren guten Chance des Gegners (19.) wachten die Obenstroher auf.

Nach einer zunächst geklärten Flanke von Andreas Willers markierte Oke Michelsen die 1:0-Führung (27.). Kocks: „Der richtige Dosenöffner war aber auch das noch nicht, auch wenn wir das Spiel danach etwas besser in den Griff bekommen haben.“

Erst als Jann Straten nach Wiederbeginn zum 2:0 traf (54.) und Pascal Beyer nach Vorarbeit von Lars Zwick wenig später gar auf 3:0 erhöhte (59.) gingen bei der Eintracht die Köpfe immer mehr herunter. „Jeder weitere Schritt tut dann weh, und die dadurch entstehenden Räume konnten wir mit unserem schnellen Spiel gut ausnutzen“, analysierte Kocks.

Nach einem Ballgewinn des eingewechselten USA-Rückkehrers Julian Kersting traf erneut Beyer zum 4:0 (71.). Doch hatten die Obenstroher ihren Torhunger noch nicht gestillt – sehr zur Freude der TuS-Anhänger, die in dieser Spielzeit zu Hause bislang noch nicht so häufig wie gewohnt auf ihre Kosten gekommen waren. So besorgte der aufgerückte Sechser Jan Nattke das 5:0 (77.), ehe Michelsen einen Konter über den eingewechselten Florian Jochens und Zwick zum 6:0 vollendete (84.). Für den Schlusspunkt sorgte Willers auf Zuspiel von Zwick (89.).

Baris Delmenhorst - RW Sande 6:1 (2:1). „Die Niederlage war verdient, ist aber um zwei Tore zu hoch ausgefallen“, sagte RW-Coach Lars Poedtke, der ob der akuten Personalnot beim Schlusslicht auch auf Akteure aus der A-Jugend sowie Co-Trainer Gerold Oltmanns setzte. Nach einem Pass von Anton Winter hatte Kai Dörnath aus dem Gewühl heraus dennoch die Führung der Gäste erzielt (7.). „Leider haben wir diesen Vorsprung nicht lange genug verteidigen können“, bedauerte Poedtke. Denn bereits zehn Minuten später hatte Dennis Kuhn per Kopf am langen Pfosten stehend den Ausgleich markiert (17.). Kuhn war es auch, der kurz vor der Pause im Zweikampf mit Gerrit Schökel eine Fußspitze eher an den Ball kam und die 2:1-Führung für den SV Baris in diesem Aufsteigerduell erzielte.

Gleich nach Wiederbeginn der nächste Rückschlag für Sande: Devin Isik erhöhte auf 3:1 (47.). Danach traf Justin Ulpts für die Rot-Weißen die Unterkante der Latte, während die Nachschüsse von Schökel und Malte Wobbe im Baris-Strafraum abgeblockt wurden (54.). Kurz nach einer großen Chance von Justin Ulpts (74.) zappelte der Ball auf der Gegenseite im Netz. Mit einem feinen Lupfer aus 38 Metern über den vorgerückten RW-Keeper Lukas Gerdes traf Cuma Caliskan zum 4:1 (76.), ehe er per umstrittenem Foulelfmeter auf 5:1 erhöhte (85.). Den 6:1-Endstand besorgte Kuhn nach einem Konter (88.) – allerdings gestartet aus stark abseitsverdächtiger Position.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)