Neerstedt - Dicht vor einer Überraschung standen die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt am Samstag. Doch am Ende reichte es nicht, und bei TuS Jahn Hollenstedt gab es eine 28:29 (16:14)-Niederlage. Da mit Werder Bremen II und TV Dinklage gleich zwei Konkurrenten im Tabellenkeller punkteten, schmolz der Vorsprung der Neerstedterinnen auf den Relegationsrang wieder auf einen Zähler.

Es war auf jeden Fall mehr drin für die Gäste, die sehr gut begannen und dem Gegner besonders mit ihrer Deckung einige Probleme bereiteten. Nach Treffern von Anna Rippe und Celina Struß ging Neerstedt mit 10:8 in Führung (15. Minute) und erhöhte zwischenzeitlich sogar auf 16:12 (26.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit war man aber nicht mehr konzentriert genug, so dass Hollenstedt verkürzen konnte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte sich dieser Trend fort. Konsequent nutzte Hollenstedt die Neerstedter Schwächen aus und drehte die Partie schnell zum 21:19 (38.). Bis Mitte der zweiten Hälfte blieben die Gäste auf Tuchfühlung, doch merkte man jetzt schon, dass Katharina Stuffel, die kurz zuvor verletzungsbedingt ausscheiden musste, besonders in der Abwehr als ordnende Hand fehlte. Bis acht Minuten vor dem Ende zog Hollenstedt scheinbar vorentscheidend auf 28:23 davon.

Doch Neerstedt gab sich nicht auf. Mit einer offenen Deckung wurden Ballgewinne erzielt, und nach dem Anschlusstreffer von Anna Rippe zum 28:29 anderthalb Minuten vor dem Ende war plötzlich alles wieder offen. So nahm TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus im letzten Angriff die Torhüterin für eine siebte Feldspielerin aus dem Spiel, doch kam man – auch aufgrund eines Missverständnisses mit den Schiedsrichtern – nicht mehr in eine günstige Wurfposition und stand so am Ende mit leeren Händen da. „Trotzdem hat die Mannschaft über weite Strecken gut gespielt. Das macht Mut für die restlichen Partien“, resümierte Schröder-Brockshus.