Oldenburg - So schnell wollten sie ihren Trainer nicht in den Ruhestand entlassen: Mit zwei Heimsiegen gegen die Verfolger TuS Bersenbrück und Bremen 1860 II haben sich die Oberliga-Volleyballer des OTB die Chance gesichert, über die Relegation aufsteigen zu können. Coach Thorsten Bode muss auf die „Rente“ noch etwas warten.
„Ich habe in den vergangenen Jahren viel Zeit in diese Mannschaft gesteckt. Diese möchte ich jetzt anders nutzen“, sagte Bode zu seinem Rücktritt, der sich nun etwas herauszögert. „Die Relegation findet am 2. Mai statt“, erklärte der OTB-Coach, ohne dabei seine Freizeitgestaltung großartig beeinflusst zu sehen: „Das sind sechs Wochen ohne Wettkampf, in denen die meisten Spieler lieber in den Sand gehen würden. Ich weiß wirklich nicht, was sich der NVV dabei gedacht hat.“
Dass sie Anfang Mai die Saison fortsetzen dürfen, stand schon nach dem Duell mit Bersenbrück fest. Es war eine spannende Partie, auch wenn das detaillierte Ergebnis (25:19, 25:27, 25:21, 25:15) etwas anderes vermuten lassen könnte. „Die ersten drei Sätze waren alle umkämpft, im ersten und dritten Satz konnten wir uns erst gegen Ende entscheidend absetzen. Der vierte Durchgang war eine deutliche Angelegenheit“, fasste Bode das Geschehen zusammen und monierte eine mangelnde Entschlossenheit.
Auch gegen die 1860-Reserve entwickelte sich nach dem klaren ersten Satz ein Duell auf Augenhöhe (25:10, 25:22, 23:25, 26:24). „Als wir im vierten Satz zwei Satzbälle gegen uns hatten, sah schon alles nach einem Tie-Break aus. Aber mit etwas Glück und viel Willen konnten wir es noch drehen“, sagte Bode. Bei den Oldenburgern war es vor allem Andre Schneider, der mit einer überragenden Angriffsquote letztlich den Unterschied ausmachte.
Als Zweiter hinter der SVG Lüneburg II, die sich die Meisterschaft nicht mehr nehmen ließ, treffen die OTBer in der Relegation auf einen Vertreter der Oberliga II und danach im Falle eines Sieges auf den Achten der Regionalliga, den VfL Westercelle. Wer aus der zweiten Oberliga-Staffel antreten wird, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen. Auch die Anzahl der Aufsteiger hängt von möglichen Abmeldungen sowie Auf- und Abstiegen in den höheren Ligen ab.
„Wir nehmen es, wie es kommt“, gibt sich Bode relativ gelassen. Der Coach, der schon beim Heimspieltag gebührend von den Spielern verabschiedet wurde, freut sich auf die Verlängerung. Einen Nachfolger können die OTBer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht präsentieren.
