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Segler aus Oldenburg Einmal um die Erde – Boris Herrmann startet neues Abenteuer

Boris Herrmann startet mit der „Malizia - Seaexplorer“ zu einer Weltumseglung.

Boris Herrmann startet mit der „Malizia - Seaexplorer“ zu einer Weltumseglung.

Yann Riou

Oldenburg - Boris Herrmann (41) startet am übernächsten Sonntag (15. Januar) erneut zu einer Weltumseglung. Im Vergleich zum Winter 2020/21, als der gebürtige Oldenburger bei der Vendée Globe ein Millionenpublikum in Deutschland für den Segelsport faszinierte, ist im ersten Halbjahr 2023 beim sogenannten Ocean Race einiges anders.    

Das Rennen

Beim Ocean Race wird nicht allein und nonstop, sondern in Teams und in Etappen um die Erde gesegelt. Startpunkt ist das spanische Alicante, von dort geht es in sieben Teilstücken einmal um den Erdball ins italienische Genua. Da die Boote jeweils einige Zeit an den Etappenorten bleiben und teils auch an Land gewartet werden, dauert die Regatta deutlich länger als die Vendée Globe (der Franzose Yannick Bestaven benötigte 2020/21 als Sieger 80 Tage). Die letzte Etappe, die in Genua endet, wird am 15. Juni in Den Haag (Niederlande) gestartet, so dass alle Ocean-Race-Teilnehmer bis zum Finale (Ende Juni/Anfang Juli) mehr als fünf Monate unterwegs sein werden.

Die Route

Die Regatta umfasst für Boris Herrmann und sein Team sieben Etappen:1. Etappe, ab 15. Januar: Alicante (Spanien) - Kapverden.2. Etappe, ab 25. Januar: Kapverden - Kapstadt (Südafrika).3. Etappe, ab 26. Februar: Kapstadt (Südafrika) - Itajai (Brasilien).4. Etappe, ab 23. April:Itajai (Brasilien) - Newport (USA). 5. Etappe, ab 21. Mai:Newport (USA) - Aarhus (Dänemark)6. Etappe, ab 8. Juni:Aarhus (Dänemark) - Den Haag (Niederlande), mit „Fly-by“ in Kiel (9. Juni).7. Etappe, ab 15. Juni:Den Haag (Niederlande) - Genua (Italien).

Deutschland hat keinen echten Etappenort, ist aber doch Teil des Ocean Race: Nach dem Start der sechsten Etappe am 8. Juni im dänischen Aarhus segelt das Feld einen Tag später (9. Juni) an Kiel vorbei („Fly-by“), die Wendemarke liegt in der Kieler Förde. Nüchtern gerechnet beträgt die zu segelnde Distanz beim Ocean Race rund 32 000 Seemeilen (59 200 km), wobei Strömungen und Winde diese Entfernung jeweils verändern werden. Das längste Teilstück ist das dritte, es führt über 12 750 Seemeilen (23 600 km) von Kapstadt (Südafrika) nach Itajai (Brasilien).   

Das Team

Ein Team besteht aus vier oder fünf Mitgliedern. Auf der „Malizia – Seaexplorer“ rekrutiert sich dieses Team aus Herrmann, Will Harris (28/Großbritannien), Rosalin Kuiper (27/Niederlande), Nicolas Lunven (40/Frankreich), Yann Eliès (48/Frankreich) und Axelle Pillain (32/Frankreich), außerdem ist der Segelreporter Antoine Auriol (38/Frankreich) dabei. An den Etappenorten können Mitglieder gewechselt werden, auch Herrmann wird vermutlich nicht alle Teilstücke bestreiten.

Der in Hamburg lebende Herrmann ist nicht der einzige deutsche Teilnehmer im Feld, das mit nur fünf Booten in der Imoca-Klasse recht klein ist. Die Berliner Robert Stanjek (41) und Phillip Kasüske (28) segeln bei einem französischen Team, Susann Beucke (31) aus Kiel ist auf einer schweizerischen Yacht dabei. Parallel zum Rennen der Imoca-Boote wird das Ocean Race auch für Yachten der VO65-Klasse ausgetragen (sechs Boote). Das Ocean Race gibt es seit 50 Jahren, gesegelt wird alle drei Jahre. Bekannt ist das Rennen auch unter seinen früheren Namen „Whitbread Race“ bzw. „Volvo Ocean Race“.   

Das Boot

Mit seinem Mitte 2022 fertig gestellten und 60 Fuß (18,3 Meter) langen Neubau „Malizia – Seaexplorer“ hatte Herrmann im November an der Solo-Transatlantikregatta „Route du Rhum“ teilgenommen. Er beendete sie – auch aufgrund von Problemen mit den Foils – auf Platz 24. „Zum Glück ist es jetzt passiert und nicht während des Ocean Race“, sagt er über die Schäden an den tragflächen-ähnlichen Konstruktionen an den Seiten des Bootes: „Wir hatten Glück im Unglück und konnten auf ein anderes Paar neuer Foils zurückgreifen. Normalerweise dauert die Fertigung ein halbes Jahr.“ Das Ocean Race geht er mit jenen neuen Foils an: „Insgesamt bedeutet das eine unglaubliche Menge an Arbeit, das Team hat eine tolle Arbeit geleistet und musste sogar über Weihnachten arbeiten.“ Herrmann ist bereits seit einigen Wochen in Alicante, um sich vorzubereiten.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)
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