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PROJEKT FC Ohmstede gilt als Vorbild

OHMSTEDE - Zehn Vereine wurden für das Projekt ausgewählt. Einer davon ist der FC Ohmstede.

Von Heinz Arndt

OHMSTEDE - Schon kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Projekt „Soziale Integration durch Fußball bei Mädchen“ auf den Weg gebracht. Hierfür wurden in ganz Deutschland zehn Vereine ausgewählt, einer davon ist der FC Ohm-stede. Das Projekt beginnt am 1. Oktober und läuft drei Jahre. Der DFB bezuschusst es mit etwa 400 000 Euro.

„Grundidee ist, dass das, was bereits beim FC Ohm-stede mit seinem Angebot für Mädchen in Zusammenarbeit mit der Integrierten Gesamtschule geleistet wird, modellhaft an zehn weiteren Standorten in Deutschland gemacht wird“, erläutert der Sportwissenschaftler Professor Dr. Christian Wopp von der Universität Osnabrück, der für das Projekt verantwortlich ist.

Dr. Ulf Gebken (ehemals im Hochschulsport der Universität Oldenburg tätig), der das Projekt beim FC Ohmstede auch ins Leben gerufen hat, wird es weitgehend führen. Er vertritt den Lehrstuhl für Sportdidaktik an der Uni Hannover. Sein besonderes Engagement gilt dem Schulsport sowie der Förderung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen durch Sport.

In einem Dossier mit dem Titel „Fußball & Integration“ berichtet er von den Anfängen des Projekts im FC Ohmstede. Entstanden ist es im Kulturzentrum Rennplatz, in dem sich eine Gruppe von Grundschülerinnen einmal pro Woche traf. Die 15 Mädchen beschlossen, auch einmal zum Mädchen-Fußball des FC Ohmstede zu gehen. Am Ende des ersten Trainings stand für die Mehrzahl der Mädchen aus unterschiedlichen Nationen fest: Sie wollten kicken.

„Die integrative Leistung des Fußballs wird selten herausgestellt, weil sich die öffentliche Wahrnehmung immer noch nur auf die besten Mannschaften konzentriert. Fußball vor Ort führt die Menschen zusammen und wirkt als sozialer Kitt im Gemeinwesen“, betont Gebken. Seiner Meinung nach müsse das Ziel sein, nicht nur leistungsstarke junge Fußballer zu fördern, sondern auch die vielen Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund über ein Netzwerk von Schule, Verein und Jugendhilfe für Spiel, Sport und Bewegung zu begeistern. „Dem Fußball kann das gelingen.“

„Fußball

wirkt als

sozialer Kitt im Gemeinwesen“

Ulf Gebken
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