Oldenburg - Diesen Schnitt konnte Will Cummings natürlich nicht halten. Im ersten Viertel der Partie zwischen den EWE Baskets Oldenburg und Science City Jena erzielte der flinke wie treffsichere Aufbauspieler der Oldenburger am Freitagabend 17 Punkte. Hätte er diese Ausbeute linear bestätigt, hätten nach 40 Minuten Spielzeit für ihn 68 Zähler zu Buche gestanden.
Oldenburg: Cummings 26 Punkte/5 Dreier, Hujic 1, Tadda 2, Massenat 19/3, Drijencic 2, Bacak 2, Keßen 2, Stojanovski 13/2, Paulding 6, Mahalbasic 14, Schwethelm 6, Boothe 10/1.Jena: Iroegbu 10, Mazeika 3/1, Reyes-Napoles 6, Theis 3, Wolf 6/1, Jenkins 10/2, Allen 9, McElroy 9/1, Joyce 6/2, Heber. Rebounds: Oldenburg 42/Jena 26.Ballverluste: Oldenburg 11/Jena 14.Zuschauer: 5475.
Letztlich steuerte der 26-jährige Basketballprofi aus den USA 26 Punkte zum 103:62 (59:37)-Sieg der Oldenburger bei und zeigte dabei wie seine Teamkameraden eine sehr ansprechende Leistung. Cummings war gleichzeitig auch bester Werfer der Baskets, für Jena erzielten Julius Jenkins und Ikenna Iroegbu die meisten Punkte (je 10). Die Oldenburger sind damit weiterhin auf einem guten Weg, die beste Hinrunde ihrer nunmehr 19-jährigen Bundesliga-Zugehörigkeit zu absolvieren. Denn nach 16 von 17 Hinrundenpartien weisen die Baskets 13 Siege und drei Niederlagen auf – eine so gute Bilanz hatte das Team noch nie. Die letzte Hinrunden-Partie ist das Duell mit Brose Bamberg, dieses ist allerdings wegen der Europapokal-Verpflichtungen der Franken noch nicht terminiert. Ihre nächste Partie – diese zählt dann bereits zur Rückrunde – bestreiten die Baskets am Sonntag, 27. Januar, bei den Frankfurt Skyliners.
„Vor einigen Tagen sind wir bei der Niederlage gegen Alba Berlin nicht aktiv genug gewesen“, sagte Trainer Mladen Drijencic: „Das wollten wir besser machen, und das hat auch sehr gut geklappt.“
Gegen die Gäste aus Thüringen, bei denen die Ex-Oldenburger Dru Joyce und Jenkins in der Startformation standen, drehten die Oldenburger vor 5475 Zuschauern in der großen Arena formidabel auf. Nach zehn Minuten führte das Team mit 32:15, zur Halbzeit war die 50-Punkte-Grenze bereits deutlich überschritten (59:37).
Beeindruckend war die Spielfreude, die die Oldenburger fünf Tage nach der Heimniederlage gegen Alba Berlin versprühten. Bei den schnellen Passfolgen, an denen meist Cummings und oft auch Center Rasid Mahalbasic beteiligt waren, standen die Spieler aus Jena manchmal staunend daneben. Dass die Baskets bei diesem Tempo die Übersicht wahrten, bewies Frantz Massenat. Der ließ als ballführender Spieler in der Schlussphase des dritten Viertels einige Sekunden verstreichen, suchte sich dabei an der Dreipunktelinie seine Lücke und traf kurz vor der Sirene zum 85:43 – die Führung betrug nun mehr als 40 Punkte.
Die hoffnungslos unterlegenen Jenaer von Trainer Björn Harmsen versuchten es meist mit Würfen aus der Distanz. Kleiner wurde der Rückstand dadurch nicht, die Baskets näherten sich stattdessen der 100-Punkte-Grenze. Diese fiel rund zwei Minuten vor Schluss, als Massenat zum 101:58 traf.
