Oldenburg - Erfolgreiche Rückkehr: Vier Jahre, nachdem Oldenburgs Fans zuletzt in den Genuss von Bundesliga-Tennis gekommen waren, feierte der OTev ein gelungenes Comeback-Spiel in der 2. Bundesliga-Nord. Am heimischen Johann-Justus-Weg verlangte der Gegner TC Iserlohn den Oldenburgern alles ab, doch am Ende gewann das Team von Spielertrainer Michel Dornbusch den Saisonauftakt mit 6:3. „Iserlohn ist in einer Besetzung gekommen, gegen die wir gewinnen mussten, wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen“, freute sich der Sportliche Leiter Daniel Greulich nach dem Auftaktsieg.
Für den ersten Zweitliga-Sieg eines OTeV-Spielers seit August 2017 sorgte Stefan Seifert, der seinen Gegner Sami Reinwein mit einem nie gefährdeten 6:3, 6:3 bezwang. „Brillantes Tennis von Stefan im Duell der Linkshänder. Überragender Saisoneinstieg von ihm“, lobte Greulich den Routinier. Nur wenig länger benötigte der jüngste OTeV-Akteur Niels Visker gegen Jim Walder. Nachdem der Niederländer bei seinem Debüt im OTeV-Trikot den ersten Satz mit 6:4 für sich entschieden hatte, musste er im zweiten Durchgang zwar in die Verlängerung, gewann aber schließlich. „Niels hat sich gleich in die Herzen der Zuschauer gespielt“, strahlte Greulich.
Spannendes Top-Spiel
Spannender ging es im dritten zwischen Alexander Meyer und Thorsten Bertsch zu. Zunächst hatte Bertsch im ersten Satz mit 6:4 die Nase vorn, aber der Oldenburger glich mit einem 6:3 im zweiten Satz aus. Im Match Tiebreak lag der Iserlohner von Beginn an immer einen Punkt vorn, konnte sich aber nicht absetzen, sodass sich Meyer beim Stand von 8:7 und Aufschlag erstmals die Führung sicherte. Am Ende musste er sich aber 8:10 geschlagen geben.
Die Hoffnung der Gäste auf den Ausgleich machte Dornbusch aber innerhalb kürzester Zeit zunichte und bezwang Lukas Rüpke 6:4 und 6:1. Im Spitzenspiel zwischen Oldenburgs Nummer Eins Oriol Roca-Batalla und Iserlohns Alexey Valutin entwickelte sich vom ersten Ballwechsel an ein packendes und enges Tennismatch, in dem die Nummer Eins der Gäste mit 7:5, 6:3 das bessere Ende für sich hatte.
Nun lag es an Florian Barth, dafür zu sorgen, dass der OTeV mit einer Führung in die Doppel gehen konnte. Der Oldenburger lag jedoch schnell mit 0:3 gegen Lukas Ollert hinten und verlor den ersten Satz mit 3:6. Aber Barth blieb ruhig, kämpfte sich mit einem 7:6-Sieg im zweiten Satz zurück ins Match – und diesmal gab es im Tiebreak ein besseres Ende für den OTeV: Mit einem 10:4 brachte Barth sein Team vor den abschließenden Doppeln mit 4:2 in Front.
Dort sah es zunächst ganz danach aus, als ob Seifert und Lasse Muscheites nach einer regenbedingten Pause den entscheidenden Punkt zum Sieg holen könnten, nachdem sie gegen Vatutin/Ollert den ersten Satz mit 6:4 für sich entscheiden konnten.
Doppel-Sieg für OTeV
Gleichzeitig hatten Dornbusch/Visker (1:6 gegen Walder/Reinwein) und Mattis Wetzel/Barth (3:6 gegen Bertsch/Rüpke) ihre ersten Sätze verloren. Im zweiten Satz gaben dann Dornbusch/Visker aber richtig Gas und gewannen souverän mit 6:2. Einmal in Fahrt machten sie dann auch im Match Tiebreak kurzen Prozess und siegten mit 10:2. Drei Minuten vor Seifert/Muscheites, die mit 6:1 erfolgreich waren. Wetzel/Barth dagegen mussten sich nach hartem Kampf auch im zweiten Satz mit 6:7 geschlagen geben.
