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American Football in Oldenburg Wie der Super Bowl elektrisiert und Sehnsucht weckt

Oldenburg - Wenn rund 100 Millionen Fans in den USA und vielleicht noch einmal so viele in aller Welt in der Nacht von Sonntag auf Montag (0.30 Uhr/Pro Sieben) den Super Bowl zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Kansas City Chiefs verfolgen, sitzt auch die große Oldenburger American-Football-Szene vor den Bildschirmen. Für viele ist das Finale der National Football League (NFL) ein Highlight – auch Rainer Borkmann, Abteilungsleiter der zum VfL gehörenden Oldenburg Knights, freut sich riesig auf die Übertragung, sieht das Duell in Tampa (Florida) aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Super Bowl elektrisiert, weckt aber zugleich die Sehnsucht, das eigene Team endlich wieder auf dem Feld sehen zu dürfen.

Alle am Bildschirm

Einhalb Jahre ist es her, dass die Knights ihr letztes reguläres Saisonspiel in der Regionalliga Nord bestritten haben. Weil die Corona-Krise für eine Komplettabsage der Saison 2020 geführt hat, blickt Borkmann vielleicht noch etwas gespannter über den großen Teich. „Ich gucke alle Spiele, die ich gucken kann“, berichtet der 53-Jährige begeistert und ist damit einer von vielen in Oldenburg. „Eigentlich alle bei den Knights verfolgen die NFL. Wir haben auch verschiedene Gruppen‚ in denen wir ‚Fantasy Football’ spielen“, erzählt der Abteilungsleiter mit Blick auf das Online-Manager-Duell, das vielleicht viele in ähnlicher Form auch aus dem Fußball kennen.

Alle zusammen

„Natürlich schaue ich auch dieses Jahr den Super Bowl“, sagt Borkmann, der die Begeisterung für den amerikanischen Volkssport wie in der Vor-Corona-Zeit gern mit der „großen Knights-Familie“ ausgelebt hätte. Die Party fällt aufgrund der Pandemie aber natürlich aus. Das Zelebrieren des Finals hat auch hierzulande dazu beigetragen, dass die Sportart immer beliebter wird. „Gerade Richtung Super Bowl werden wir mit Anfragen und Nachrichten zugeballert“, verrät Borkmann lachend.

AMERICAN FOOTBALL IN OLDENBURG „Wir wollen im Nordwesten das Zugpferd sein“

Tom Springer Jan Zur Brügge
Oldenburg

Alles offen

In diesem Jahr empfangen die Buccaneers um die Quarterback-Ikone Tom Brady im heimischen „Raymond James Stadion“ den Titelverteidiger aus Kansas und haben die Chance, erstmals in der NFL-Geschichte als Gastgeber selbst beim Super Bowl zu triumphieren. „Das wäre eine besondere Geschichte, aber einen Favoriten gibt es nicht. Das Spiel ist komplett offen“, analysiert Borkmann.

Aller Zeiten

Das Herz des Oldenburgers schlägt aber die Buccaneers und speziell für Brady. Der 43-Jährige hat den Super Bowl bereits sechsmal gewonnen und war vor dieser Saison nach 20 Jahren bei den New England Patriots nach Tampa gewechselt. „Ich bin baff, was der Brady da immer wieder leistet, er ist ein Ausnahmespieler und eindeutig der ‚Greatest Of All Time‘“, schwärmt Borkmann vom „Größten aller Zeiten“. Auch Patrick Mahomes, der 25-jährige Quarterback-Superstar der Chiefs, habe in den vergangenen zwei Jahren „wahnsinnig überzeugt. Er ist die Zukunft und hat noch Zeit – deshalb wünsche ich Brady erneut den Titel.“

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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