Oldenburg - „Eine schreckliche Zeit“ nennt Rainer Borkmann, Abteilungsleiter der Oldenburg Knights, die lange Zwangspause aufgrund der Corona-Krise, die die American-Football-Spieler speziell getroffen hat. Während andere Sportarten nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr zumindest zeitweise wieder etwas Normalität genießen durften, musste im Football-Sektor mit seinen großen Teams die gesamte Saison 2020 abgesagt werden.
Nach aktuellem Stand soll die diesjährige Spielzeit am 15. Mai beginnen, aber sicher ist nur, dass nichts sicher ist. Vor dem Start eines Spielbetriebs bräuchten die Teams erst einmal „mindestens zwei Monate Vorbereitung und Training, um überhaupt eine gesunde Saison zu spielen“, erklärt Borkmann.
Wenn der aktuelle Lockdown also verlängert werde und auch der Sport über den 15. März hinaus ruhen sollte, „werden wir auch dieses Jahr ein Problem bekommen – aber daran wollen wir erstmal nicht denken“, sagt der Leiter der VfL-Abteilung: „Ich hoffe, dass diese furchtbare Pandemie bald endet und wir das, was wir in den vergangenen zehn Jahren aufgebaut haben, auch endlich leben können.“ Den Tränen sei er zwar nicht nahe, aber „es tut schon weh, die Spiele zu schauen und selbst nicht spielen zu können“.
Sollte es endlich wieder losgehen, wollen die Knights den Titel von 2019 in der Regionalliga Nord verteidigen und zudem „definitiv in die 2. Liga aufsteigen“, verkündet Borkmann: „Wir wollen im Nordwesten das Zugpferd sein.“
