OLDENBURG - OLDENBURG - Der Streik im öffentlichen Dienst geht jetzt auch zu Lasten des Sports. Weil gestern vor allem Hausmeister und Reinigungskräfte gestreikt haben, bleibt die Flötenteich-Sporthalle geschlossen.

„Mindestens bis zum Wochenende“, sagte Stadtsprecher Jürgen Krogmann gestern zur NWZ . „Wir können die Halle nicht ungereinigt übergeben.“ Das trifft neben den Schülern die Sportvereine, die zumindest die Flötenteich-Termine absagen müssen. Ob weitere Hallen geschlossen bleiben (in Frage kommt wohl die der BBS an der Straßburger Straße), konnte Krogmann gestern nicht sagen. Im Zweifel müsse man auf die Aushänge achten.

Dass die Streikenden beim Flötenteich angeblich die Schlösser ausgewechselt haben, um die Vereine auszuschließen, will sich die Gewerkschaft nicht zurechnen lassen. „Ich kann diese Quasi-Sabotage niemandem raten“, sagte Verdi-Sekretär Peter Syga, „das finde ich nicht in Ordnung“. Nach seinen Worten lag der Schwerpunkt gestern bei Hausmeistern, Reinigung und Schulsekretariaten. Die nächsten Schritte ließ er offen.

Der ausgesetzte Streik beim Abfallwirtschaftsbetrieb wirkt nach. Gestern erhielt die NWZ die von neun Mitarbeitern unterschriebene Erklärung einer „AWB-Mitarbeiter-Liste“. Darin erteilen sie zwar auch der FDP und ihrem Privatisierungsvorstoß eine Absage, sie werfen aber auch der Gewerkschaft vor, sie habe 40 Arbeitswillige durch verschlossene Tore am Ausrücken gehindert. Die Werksleitung habe niemanden eingeschüchtert.

Verdi-Bereichsleiter Immo Schlepper nannte die Vorwürfe „völlig überzogen“. Man habe diskutiert, mit der Werksleitung verhandelt und sei einig gewesen, es nicht zur Eskalation kommen zu lassen. Die Sache werde „ein politisches Nachspiel haben.“