OLDENBURG - Viel Spaß beim Boßeln hatten 21 hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler aus Madrid am Donnerstag bei einer gemeinsamen Tour mit Jugendlichen aus dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Oldenburg. Die 13-jährige Maria hat sich dafür dick in eine rosa Jacke eingepackt. Ganz schön kalt war ihr trotzdem. Aber die neue Sportart gefällt ihr super, sagt sie lächelnd.
Zum Abschluss ihrer Boßeltour stadtauswärts Richtung Ofen wartete noch eine besondere Erfahrung auf die Spanier. Zum ersten Mal in ihrem Leben haben sie Oldenburger Grünkohl mit Pinkel probiert. „Auf die Gesichter bin ich schon sehr gespannt“, sagte der Oldenburger Oberstudiendirektor Manfred Isstas.
Zum Teil kennen sich die Schüler aus Oldenburg und Madrid bereits, denn die Deutschen haben bereits zweimal im Rahmen des europäischen Comenius-Programms die Partnerschule Colegio Tres Olivos besucht. Eine Woche lang haben nun die Spanier Gelegenheit, die Stadt Oldenburg näher kennenzulernen. Auch Ausflüge nach Groningen und Bremen sind geplant. „Im Mittelpunkt steht jedoch, sie an die Sportarten Boßeln und Klootschießen heranzuführen“, sagte Isstas. Denn der Austausch stehe diesmal unter dem Thema regionale Spielkultur.
Fachkundige Anleitung gaben Vorstandsmitglieder und Jugendtrainer des Klootschießer Landesverbandes Oldenburg. Sie verständigten sich dabei mit den Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und vierzehn Jahren wie mit anderen Schülern auch. Möglich ist das jedoch nur durch technische Hilfsmittel. Die Mädchen und Jungen trugen alle Hörgeräte oder Innenohr-Implantate.
