OLDENBURG/BARSINGHAUSEN - Der 36-Jährige trainiert den 1. FC Egestorf/Langreder. Er absolvierte 13 Zweitliga-Spiele für die Oldenburger.
Von Heinz arndt
OLDENBURG/BARSINGHAUSEN - Mit dem 1. FC Egestorf/Langreder hat der 36-jährige Dariusz Szubert als Trainer gerade den Aufstieg in die Fußball-Niedersachsenliga verpasst, dennoch kann er sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Der ehemalige Zweitligaspieler des VfB Oldenburg hat die Betreuung des Weltmeisterschafts-Kaders der Polen übernommen, der sich in Barsinghausen vorbereitet hat – bei 23 Spielern mit Trainern, medizinischem Stab, Funktionären und Medienvertretern ein Vollzeit-Job. Diesen verdankt Szubert seiner Bekanntschaft mit dem polnischen Nationaltrainer Pawel Janas.Unter der Regie von Janas feierte Dariusz Szubert einst seinen größten sportlichen Erfolg: 1992 holte er bei den Olympischen Spielen in Barcelona mit der polnischen Auswahl die Silbermedaille. Janas war damals Co-Trainer, und Mittelfeldspieler Dariusz Szubert spielte beim polnischen Spitzen-Team Pogon Stettin. 1994 wechselte er zum damaligen Zweitligisten FC St. Pauli und stieg mit den Hamburgern in die erste Bundesliga auf. Hier brachte er es auf 24 Erstligaspiele in der Spielzeit 1995/96.
Als es in Hamburg nicht mehr wunschgemäß lief, wechselte Szubert innerhalb der Spielzeit 1996/97 zum damaligen Zweitligisten VfB Oldenburg. Hier hatte er jedoch trotz hoher Erwartungen Schwierigkeiten mit Trainer Hubert Hüring und kam nur auf 13 Zweitligaspiele, in denen er einen Treffer erzielte. Seine nächsten Stationen waren der FC Zürich und Lommel SK (Belgien), bevor ein Schienbeinbruch seine Profi-Karriere stoppte.
Heute lebt er mit Ehefrau Malgorzata und drei Kindern in Barsinghausen und trainiert den 1. FC Egestorf/Langreder. Fußball beschäftigt den Ex-Profi nur noch als Hobby. Mit der Berufung in das Betreuungs-Team der Polen ist für Dariusz Szubert – selbst dreifacher polnischer Nationalspieler – ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. „Ich hätte nicht zu träumen gewagt, noch einmal mit der Nationalmannschaft arbeiten zu dürfen. Es ist ein Geschenk für mich, bei dem größten und bedeutendsten Fußball-Turnier der Welt dabei sein zu dürfen“, sagt er.
Nachdem er nun bereits seit zwölf Jahren in Deutschland lebt, drückt er bei der WM Polen und dem Klinsmann-Team gleichermaßen die Daumen und wünscht beiden Teams, dass sie zunächst gemeinsam ins Achtelfinale einziehen. Hinsichtlich der Partie zwischen beiden Nationen am 14. Juni in Dortmund gibt er sich zurückhaltend: „Ich wäre mit einem Unentschieden zufrieden. Wer verliert, täte mir sehr Leid.“
