OLDENBURG - Einen wichtigen Pflichtsieg und eine deftige Niederlage gab es am Wochenende für die von Thomas Glasauer trainierten Basketball-Mannschaften. Während die Junior Baskets Oldenburg am Sonntag beim noch immer sieglosen Schlusslicht Young Dragons Quakenbrück mit ihrem 65:55 (25:28)-Sieg ihre Chancen auf den Einzug in die Playoffs der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga wahrten, gingen die abstiegsgefährdeten Regionalliga-Basketballer des Oldenburger TB tags zuvor mit 53:104 (26:58) sang- und klanglos gegen die Bundesliga-Reserve von Alba Berlin II unter.
„Natürlich war das eine bittere Niederlage“, gestand Glasauer, „aber ich habe auch noch nie gegen ein Team gespielt, das 18 von 24 Dreiern getroffen hat. Unfassbar!“ Doch nicht nur die überragende Dreierquote von 75 Prozent, welche die junge und enorm talentierte Mannschaft von Ex-Nationalspieler Henrik Rödl auf das Parkett der mit 50 Zuschauern nur spärlich besetzten Haarenufer-Halle zauberte, machte am Ende den Unterschied.
„Wir haben zwar gar nicht so schlecht verteidigt, aber Alba physisch nicht genug unter Druck gesetzt“, bilanzierte Glasauer, der in der zweiten Halbzeit angesichts des großen Rückstands nicht mehr die Notwendigkeit sah, zuvorderst auf seine arrivierten Spieler zu setzen. Stattdessen verschaffte er seinen jungen Akteuren viel Einsatzzeit.
„Was mich aber wirklich geärgert hat, ist die Tatsache, dass meine Spieler im zweiten Viertel (7:32) einfach so die Flossen gestreckt und sich nicht mehr aufgebäumt haben“, betonte Glasauer. „Das geht so nicht, und darüber wird noch zu reden sein – schließlich haben wir am kommenden Sonntag um 16 Uhr gegen Bramfeld ein echtes Schlüsselspiel am Haarenufer vor der Brust.“
Besser als die Regionalliga-Spieler des OTB schlugen sich am Sonntag die Junior Baskets in der NBBL. Gegen das Schlusslicht der Division Nordwest in Quakenbrück gelang den U-19-Junioren der erste Auswärtserfolg der Saison. „Es war das erwartet schwere Spiel, weil Quakenbrück sich im Vergleich zur Vorsaison qualitativ verbessert hat“, erläuterte Glasauer.
Zwar konnte sich sein Team, das noch auf das Erreichen des für die Playoffs berechtigenden vierten Tabellenplatzes hofft, nie richtig absetzen. Doch behielten die Oldenburger angeführt von Alexander Witte (21 Punkte/4 Dreier), der seine ganze körperliche Überlegenheit in die Waagschale warf, und dem angeschlagenen Joscha Kolnisko (13/1) am Ende die Nerven.
