OLDENBURG - Die Voraussetzungen vor dem letzten Spiel dieses Jahres der EWE Baskets in der Bundesliga gegen die Baskets Bonn (an diesem Mittwoch, 20 Uhr, EWE-Arena) sprechen für sich: Der deutsche Meister aus Oldenburg rangiert mit 23 Punkten aus 14 Spielen auf dem zehnten Rang, der Gegner vom Rhein mit 27 Zählern aus 16 Spielen auf dem ersten Platz. Die Last des Favoriten liegt damit klar bei den Gästen

Für die Bonner spricht auch, dass sie zuletzt sechs Siege in Folge einfuhren, während die Baskets zweimal patzten. Das geschah allerdings auswärts. In eigener Halle sind sie in dieser Bundesliga-Saison noch ungeschlagen. Und das soll nach dem Willen von Trainer Predrag Krunic auch so bleiben.

Was muss sich aber im Vergleich zu den Niederlagen in Weißenfels und Ulm ändern? Zuerst muss die Vielzahl an individuellen Fehlern abgestellt werden, damit die Bonner nicht zu leichten Punkten kommen können. Daneben gilt es, auch aus der Distanz wieder die Treffsicherheit zu beweisen, die lange ein Markenzeichen der Oldenburger war. Dadurch war es auch schwer, gegen sie zu verteidigen.

Zum Dritten muss die Defensive der Krunic-Fünf wieder besser funktionieren. 100 Punkte gegen die Baskets wie bei der 82:100-Pleite in Ulm gab es zuletzt in der Saison 2005/2006: Damals wurde gegen Alba Berlin 89:103 verloren und gegen Karlsruhe 107:101 gewonnen.

Während die Baskets die Verletzungen von Jason Gardner und Rickey Paulding zuletzt nur schwer kompensieren konnten, bewiesen die Bonner, dass sie die langfristigen Ausfälle ihrer Leistungsträger Vincent Yarbrough und John Bowler gut weggesteckt haben. Und dass sie im Finale der Meisterschaft der vergangenen Saison in Oldenburg eine bittere Niederlagen einstecken mussten, ist auch nicht mehr in ihren Köpfen.

Für die Baskets gilt es aber nicht nur, ihren Heimnimbus zu wahren. Auch in Hinblick auf den BBL-Pokal wäre es von großem Wert, das Spiel zu gewinnen. Nach momentanem Stand reicht der siebte Platz, um in die Playoffs für das Vierer-Endturnier zu kommen. Diesen hat Ulm mit ebenfalls 23 Punkten inne.

Aber auch Braunschweig und Ludwigsburg schielen auf diesen Rang. Das macht die Bedeutung des Spiels gegen Bonn deutlich.

Ein Sieg muss her, auch wenn die Voraussetzungen nicht alle für die Baskets sprechen.

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