OLDENBURG - Mit zwei Medaillen im Gepäck sind die Basketballteams der Mädchen und der Jungen des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte (LBZH) Oldenburg aus Berlin zurückgekehrt. Sie errangen bei der Endrunde um die deutsche Basketball-Meisterschaft der Schulen für Hörgeschädigte jeweils erfreuliche dritte Plätze.
Die Jungen gewannen zwar nicht den insgeheim erhofften Titel, spielten jedoch auf Augenhöhe mit den beiden vor ihnen platzierten Teams. Gegen den Westvertreter Dortmund gab es zunächst eine ärgerliche Niederlage (19:20). Dabei verschenkten die über weite Strecken spielerisch eindeutig überlegenen Oldenburger den nach einer deutlichen Neun-Punkte-Führung bereits sicher geglaubten Sieg in den letzten zwei Minuten noch leichtfertig.
Der Südmeister aus Stegen-Freiburg wurde danach souverän mit 33:19 bezwungen, nicht zuletzt dank einer sehr guten Dreier-Quote. Zum Abschluss gab es in einem dramatischen Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften gegen den neuen Meister aus Frankenthal eine knappe 27:29-Niederlage. „Wenn-gleich mehr möglich gewesen wäre, muss das Abschneiden der durch vier Ausfälle stark ersatzgeschwächten Jungenmannschaft als Erfolg gewertet werden“, bilanzierte Lehrer Bodo Fischer. „Zwei wichtige Spieler mussten zudem gesundheitlich angeschlagen spielen.“
Die als krasse Außenseiter eingeschätzten Oldenburger Mädchen überraschten positiv. Fischer: „Im Auftaktspiel gegen den späteren Meister Dortmund mussten sie den sehr körperbetont, oft unfair agierenden Gegnerinnen mit 17:31 den Vortritt lassen.“ Im vorentscheidenden Spiel um die Vizemeisterschaft gegen Stegen-Freiburg zeigten sich die Mädchen gut erholt. Trotz Spieldominanz und einer Sechs-Punkte-Führung kurz vor Schluss ging jedoch auch diese Partie durch Dreier in der Schlussminute unglücklich 11:14 verloren.
Gegen Frankenthal gab es dann einen versöhnlichen Abschluss. Die Oldenburgerinnen siegten klar mit 31:9. Fischer: „Das erfreuliche Abschneiden der Mädchen gibt Hoffnung. Sollte die Mannschaft zusammenbleiben, ist 2011 vieles möglich. Ein besonderer Dank gilt der Öffentlichen Brandkasse Oldenburg, der Sparda-Bank Münster und dem Bezirksverband Oldenburg, ohne deren finanzielle Engagements die Teilnahme am Finalturnier in Berlin nicht möglich gewesen wäre.“
An der Endrunde nahmen teil Jana Ritter, Anika Hinrichs, Pia Baltruschat, Ann-Kathrin Kirschke, Nancy Aliu, Enja Schole, Kasandra Köhnemann, Ann-Kristin Langendörfer, Maurice Handke, Markus Ratje, Fabian Proske, Ramazan Ucar, Simon Möhlmann, Tim Puppa, Nikita Bakterov, Anton Dmitrenko, Björn Mahlstedt.
