OLDENBURG - OLDENBURG/TOR - Im Prinzip ist alles vorbei, und Thomas Glasauer könnte sich einen schönen Tag machen. Der Basketball-Trainer, sowohl für die Regionalliga-Korbjäger des Oldenburger TB als auch für die Nachwuchs-Spieler der Junior Baskets Oldenburg verantwortlich, will von einer Auszeit aktuell aber nichts wissen. „Es gibt so viel zu tun“, erklärt der gebürtige Heidelberger, „und ich brenne momentan darauf, die Zukunft zu planen.“

Die Zukunft: Das ist die kommende Saison in der Regionalliga und der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL). Auch wenn die Spielzeiten noch ein Stück in der Ferne liegen, bestimmen die Planungen bereits die Gegenwart. Hoch her geht es im EWE-Baskets-Center, in dem Glasauer die Ferienzeit nutzt, um mit verbleibenden Spielern aus dem aktuellen Kader ebenso zu trainieren wie mit aussichtsreichen Kandidaten für die neuen Teams.

Während die Zukunft also bereits in der Gegenwart angelegt wird, blickt Glasauer mit Freude in die Vergangenheit: „Wir können außerordentlich zufrieden sein“, betont der Coach. „Das gilt für beide Teams. In der NBBL haben wir uns sehr gut geschlagen und bis zum Achtelfinale gut ausgesehen. Und in der Regionalliga haben wir mit einer sehr jungen Mannschaft einen tollen vierten Platz eingefahren, damit haben wir die Erwartungen übererfüllt.“ Im Regionalliga-Team waren es vor allem die jungen Akteure, die einen mächtigen Satz in ihrer Entwicklung gemacht haben. Als sich Routinier Klaas Zöllner schwer am Rücken verletzte, waren es die beiden jüngst für einen Lehrgang der U-20-Nationalmannschaft gesichteten Joleik Schaffrath und Steffen Behrens, die in die Bresche sprangen und sich der zuweilen namhaften Konkurrenz unter den Körben erwehrten – mit Erfolg.

„Wer diese Entwicklung prognostiziert hätte, wäre zumindest komisch angeschaut worden“, so Glasauer. Interessant im Hinblick auf die kommende Saison ist der jüngste Beschluss, Spielern bis zum Alter von 24 Jahren die Möglichkeit einzuräumen, sowohl in der Bundesliga, als auch in unteren Ligen eingesetzt zu werden.

Auch der NBBL-Kader wuchs im Saisonverlauf zu einer Einheit zusammen und fuhr zum Saisonende mit einer geschlossenen Teamleistung sechs Siege in Serie ein; erst der extrem starke Nachwuchs von Rhein-Energie Köln konnte die Youngster aus Oldenburg ausbremsen. „Es war eine Freude mit anzuschauen, wie wir uns präsentiert haben. Nun haben wir aber auch gesehen, was wir ändern müssen, um in Zukunft noch weiter zu kommen.“

In der Trainingshalle drehen die Spieler unter den Augen des fleißigen Trainers derweil ihre Runden. Mit an Bord sind unter anderem drei aussichtsreiche Kandidaten für die NBBL: Michael Fastje (Nordenham), Phillip Helmich (Bürgerfelder TB) und Lars Mühlenstedt (OTB) haben die Chance, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Von einer Auszeit sind alle Beteiligten weiterhin entfernt.