Oldenburg - Ein besonderes Derby wird zum Geisterspiel, nur 50 Kilometer nördlich steigt ein Bundesliga-Kracher vor bis zu 2500 Fans: Die Zuschauerzulassung zu Sportveranstaltungen variiert nicht nur im Bundesgebiet ordentlich, auch im Nordwesten reagieren die Behörden unterschiedlich auf die jeweilige Corona-Lage vor Ort. Ein Überblick über die Basketball-Erst- und Zweitligisten der Region.
Oldenburg
Lange mussten die EWE Baskets Oldenburg warten, seit Dienstag herrscht Gewissheit: 2500 Zuschauer dürfen trotz der neuen, strengeren Corona-Verordnung des Landes zum Bundesliga-Klassiker gegen RP Ulm an diesem Samstag (18 Uhr) in die große Arena kommen. Das genehmigte das Oldenburger Gesundheitsamt mit Blick auf das Hygienekonzept der Baskets und die vergleichsweise niedrige Sieben-Tage-Inzidenz (Donnerstag: 102). Das entspricht etwa 40 Prozent Auslastung in der Halle, die – ohne Abstandsgebot – Platz für etwa 6000 Menschen bietet. Am Samstag gilt die 2G-Plus-Regel, Zuschauer müssen also vollständig geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen. Es gilt FFP2-Maskenpflicht auch am Platz, die Sitzverteilung läuft nach dem Schachbrett-Prinzip.
An diesem Freitag kommen um 15 Uhr noch Tickets für das Spiel Oldenburg - Ulm (Samstag, 18 Uhr) in den Einzelverkauf. Grund ist, dass unter anderem nicht alle Dauerkarten-Inhaber (davon gibt es knapp 4000) ihr Vorkaufsrecht in Anspruch genommen haben. Zur Ulm-Partie dürfen bis zu 2500 Menschen unter der 2G-Plus-Regel in die Halle.
VEchta
Nur 90 Minuten später erfolgt der Tipoff zu einem besonderen Spiel: Rasta Vechta empfängt die Artland Dragons Quakenbrück zum Pro-A-Derby. Doch der Klassiker wird zum Geisterspiel: Es sind keine Zuschauer im Rasta-Dome erlaubt. „Wir hatten gehofft, dass wir unter Berücksichtigung der 2G-Plus-Regelung – ergänzt um Maskenpflicht und weitere Maßnahmen – 1000 oder im schlechteren Fall 500 Fans begrüßen dürfen“, erklärt Rasta-Geschäftsführer Stefan Niemeyer. Doch der Landkreis, der in kreiseigenen Hallen seit Anfang Dezember keine Zuschauer zulässt, lehnte den Antrag des Zweitligisten ab, Fans in seine Arena lassen zu dürfen. „Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 273,5 (Dienstag, Anm. d. Red.) gehört der Landkreis Vechta bei den Corona-Zahlen zur landesweiten Spitze. Deswegen wäre es das falsche Signal, ein Rasta-Heimspiel mit 1000 Zuschauern zuzulassen“, begründete Landrat Tobias Gerdesmeyer: „Mit Blick auf die am Heiligabend beginnende Weihnachtsruhe und die Omikron-Variante ist es derzeit leider geboten, die Kontakte weiter einzuschränken.“ Für Vechta ist es nach dem Duell gegen die Lions Karlsruhe am 4. Dezember das zweite Heimspiel ohne Zuschauer.
Bremerhaven
Zweitliga-Rivale Eisbären Bremerhaven spielt an diesem Samstag fast zeitgleich (19 Uhr) in der heimischen Stadthalle gegen die Rostock Seawolves. Nach Eisbären-Angaben dürfen bis zu 1000 Menschen in die Halle, für den Zugang gilt die 2G-Regel. Die Obergrenze bedeutet im Vergleich zum vorherigen Heimspiel gegen die Tigers Tübingen am 5. Dezember eine Verschärfung. Damals durften bis zu 1952 Personen in die Halle – es kamen allerdings nur 519. Auch damals galt die 2G-Regel.
Quakenbrück
Am Samstag treten die Dragons in Vechta in einer leeren Halle an. Am Donnerstag, 23. Dezember (19.30 Uhr), steht für das Team in der Artland-Arena noch ein Heimspiel kurz vor Weihnachten an. Ob und wie viele Zuschauer gegen die Uni Baskets Paderborn in die Halle dürfen, steht noch nicht fest. Vermutlich wird dies Anfang kommender Woche verkündet. Beim bislang letzten Heimspiel gegen Ehingen Urspring am 5. Dezember hatten die Quakenbrücker aus freien Stücken auf Publikum verzichtet.

