OLDENBURG - Trotz einer starken Vorstellung haben sich die U-16-Junioren der Baskets Akademie aus den Playoffs der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) verabschiedet. Im Achtelfinale brachten sie den übermächtigen TuS Lichterfelde in zwei Partien am Sonnabend in Oldenburg und am Sonntag in der Hauptstadt jeweils an den Rand einer Niederlage, siegreich blieben aber in beiden Partien die Berliner. Sie bauten ihre Erfolgsserie damit auf 17 Siege in Folge aus.

Baskets Akademie - TuS Lichterfelde 57:63 (32:27). Die erste Begegnung der beiden Teams dominierten überraschenderweise zunächst die Oldenburger. In der Haarenuferhalle präsentierte sich die Mannschaft geschlossen und mit viel Selbstvertrauen. Sofort übernahmen die Gastgeber die Kontrolle und bauten ihren Vorsprung Punkt für Punkt aus. Vor dem letzten Abschnitt lag die Akademie mit elf Zählern in Front.

„Knackpunkt der Partie war leider, dass Jan-Niklas Wimberg in der 35. Minute umgeknickt ist und nicht mehr weiterspielen konnte. Das war ein Schock, und wir haben den Faden verloren“, sagte Coach Mladen Drijencic über den Ausfall seines besten Punktesammlers, der zuvor das Duell der Junioren-Nationalspieler mit Lichterfeldes Kevin Caspers (9 Punkte/15 Rebounds) klar für sich entschieden hatte und Caspers bei einer Wurfquote von knapp 30 Prozent hielt.

Wimberg zeigte zuvor neben einer starken Leistung in der Defensive auch seine vielseitigen Offensiv-Qualitäten und kam auf 16 Punkte, 13 Rebounds, 8 Assists und 5 Blocks. Ohne den Leistungsträger verlor die Akademie den Faden und gab das vierte Viertel 5:22 ab. Aufgrund des Spielverlaufs fand Drijencic aber trotzdem viel Lob für sein Team: „Das war eines der besten Jugendspiele, die man je in der Haarenuferhalle sehen konnte. Wir haben tollen Teambasketball gezeigt.“

TuS Lichterfelde - Baskets Akademie 77:64 (38:34). Gerade einmal 28 Stunden nach der ersten Partie stand schon die zweite Begegnung auf dem Plan – diesmal in Berlin. Auch dort spielten die Oldenburger wieder auf Augenhöhe mit Lichterfelde. Zu Beginn des letzten Viertels waren es gerade einmal vier Punkte Rückstand, und Drijencic überlegte, Wimberg, den er bis dahin geschont hatte, einzuwechseln. „Seine Gesundheit ist aber wichtiger, als dass wir die nächste Runde erreichen. Ich wollte da kein Risiko eingehen“, erklärte der Akademie-Coach, warum er auf einen Einsatz verzichtete.

Doch auch so gelang es dem Team, sich „ehrenvoll aus der Saison zu verabschieden“. Besonders David Ratajczak und Lucien Schmikale machten in der letzten Partie dieser Spielzeit auf sich aufmerksam und übernahmen viel Verantwortung.

In der nächsten Saison wird es derweil einen Wechsel auf der Trainerposition geben: Vangelis Kyritsis betreut das JBBL-Team, während Drijencic neuer NBBL-Coach wird. So soll „kontinuierlich weiter mit den Spielern gearbeitet werden“, sagte Drijencic.

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz