OLDENBURG - Zwei Spiele innerhalb von zwei Tagen und dazwischen noch fast 300 Kilometer Wegstrecke zu bewältigen – so ein Mammutprogramm kennt man eigentlich nur aus der US-amerikanischen Profiliga NBA. Doch die Baskets Akademie muss in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) zuerst am Sonnabend um 11 Uhr am heimischen Haarenufer und dann am Sonntag um 15 Uhr in Berlin gegen den TuS Lichterfelde antreten.
Akademie-Trainer Mladen Drijencic sieht aber durch die Doppelbelastung keine Probleme: „Die Jungs sind es gewohnt, zwei Spiele an einem Wochenende zu bestreiten, da sie meist in mehreren Teams eingesetzt werden.“
Die Begegnungen im Playoff-Achtelfinale mussten zeitlich so nah zueinandergelegt werden, weil Drijencic (Albert-Schweitzer-Turnier/Mannheim) und Spitzenspieler Jan-Niklas Wimberg (Jordan-Brand-Classic/Charlotte) am vorigen Wochenende verhindert waren.
Das Aufeinandertreffen mit Lichterfelde wird für die Akademie zu einer wahren Herkulesaufgabe werden, denn die Basketballer aus dem Berliner Stadtbezirk haben seit dem ersten Spieltag der Hauptrunde nicht mehr verloren. Zum Saisonauftakt gab es gegen die Sharks Hamburg eine knappe Niederlage, seitdem gewann das Team 15 Spiele in Folge und spielte die Gegner reihenweise an die Wand.
„Wir rechnen uns gegen Lichterfelde zwar nicht besonders viel aus, bereiten uns aber ernsthaft vor und vermitteln jedem Spieler, dass in dem Spiel jede Situation und jeder Ball entscheidend sein kann. Für mich ist es wichtig, dass wir das Maximale aus uns herausholen“, stellt Drijencic klar.
Für ein Weiterkommen im Achtelfinale wären zwei Siege notwendig, doch auch wenn seine Mannschaft ausscheiden sollte, sieht Drijencic eine „enorme Entwicklung“ in dieser Spielzeit: „Wenn man mir anfangs angeboten hätte, unter die besten 16 Mannschaften in Deutschland zu kommen, ich hätte unterschrieben. Jetzt haben wir uns sportlich qualifiziert und können ohne Druck aufspielen.“
Eine besondere Rolle wird das Duell der beiden Junioren-Nationalspieler Wimberg, der zuletzt als einziger Deutscher für das renommierte Jordan-Brand-Classic ausgewählt wurde, und Kevin Caspers spielen. So wie Wimberg ist auch Caspers (20,1 Punkte/12,5 Rebounds im Schnitt) einer der dominantesten Spieler der Liga.
