OLDENBURG - Es war für die EWE Baskets eine Woche zum Vergessen. Mit sportlichen Aktionen einerseits, bunten andererseits suchten die Oldenburger Basketballer nach drei Bundesliga-Niederlagen in Folge Zerstreuung. Am Tag nach der dramatischen 72:73-Heimniederlage gegen Ulm tauschten die Spieler von Trainer Predrag Krunic das Sportgerät und trafen sich zum Bowling. Am Mittwoch und Donnerstag spielten die Baskets Weihnachtsmann und erfüllten medienwirksam Fanträume. Mit der Großzügigkeit soll es allerdings spätestens an diesem Sonnabend (20 Uhr) im Auswärtsspiel bei der abstiegsbedrohten TBB Trier vorbei sein.
Die Pleite hat nach den Worten von Daniel Strauch keine Spuren hinterlassen. „Das erste Teamtraining danach war so gut wie vielleicht noch keines zuvor. Predrag Krunic hat uns immer wieder gesagt, dass insbesondere nach solchen Spielen das Training die beste Möglichkeit darstellt, seinen Frust ganz schnell wieder in positive Energie umzusetzen“, teilte der Flügelspieler mit.
Der Absturz auf Platz elf der Tabelle hat niemanden verrückt gemacht. „Die Verfassung der Mannschaft ist trotz der zuletzt drei Niederlagen bemerkenswert gut“, versicherte Strauch. „Alle verstehen sich untereinander hervorragend und begegnen sich mit sehr viel Respekt. Wir benötigen Zeit, die wir momentan von außen nicht wirklich bekommen.“
Die Situation vor der anstehenden Auswärtspartie ist nach dem Rauswurf von Triers Trainer Joe Whelton nicht einfacher geworden. Mit ihrem neuen Trainer Yves Defraigne und einem Sieg beim Tabellenletzten Jena haben die Trierer scheinbar die Trendwende eingeleitet. „Wir haben den Gegner mehrmals beobachtet“, sagte der Krunic-Assistent und langjährige Co-Trainer von Don Beck in Trier, Ralph Held. „Unsere Erkenntnisse aus der Whelton-Zeit können wir aber im Prinzip wegwerfen.“ Der Umstand führte zu einem nicht unerheblichen Reisekostenaufwand, da Held die „neue Mannschaft“ beim Auftritt in Thüringen selber in Augenschein nahm.
Die Oldenburger können mit Ausnahme von Dan McClintock alle Spieler einsetzen. Auch der nach einem Pferdekuss gegen Ulm nur kurz eingesetzte Miladin Pekovic ist wieder fit. Am Freitagvormittag hat sich der Tross auf den Weg gemacht. Nach der Woche der Brüderlichkeit erwarten die Baskets nun einmal selber Geschenke.
