OLDENBURG - Spätestens seit der 75:88-Heimniederlage gegen den MBC Weißenfels II ist bei den Regionalliga-Basketballern des Oldenburger TB der Abstiegskampf ausgebrochen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Glasauer verschlief in diesem richtungweisenden Spiel das erste Viertel völlig und erholte sich von dem 0:15-Rückstand in der 5. Minute nicht mehr. Bis auf 19 Punkte hatten sich die Gäste nach dem Anfangsviertel bereits abgesetzt und für eine Vorentscheidung gesorgt, ehe bei den Hausherren endlich die Gegenwehr erwachte.
„Das war ein reines Konzentrationsproblem“, analysierte OTB-Spieler Maximilian Endres. „Wir haben ein paar neue Systeme eingeführt und sind dadurch auch zu freien Schüssen gekommen, allerdings haben wir dann selbst die einfachen Punkte nicht gemacht.“
Ganz anders die Gäste: Die Zweitliga-Reserve aus Weißenfels hatte im extrem athletischen U-20-Nationalspieler Frieder Diestelhorst (28 Punkte/2 Dreier) den überragenden Spieler der Partie in ihren Reihen, der von den Oldenburgern ebenso wie Ralph Schirmer (22 Punkte) einfach nicht in den Griff bekommen zu war.
„Dem Rückstand aus der Anfangsphase sind wir immer hinterhergelaufen, aber mit der Energie von der Bank haben wir uns zumindest wieder rangekämpft“, erläuterte Endres. So schmolz der komfortable Vorsprung des MBC Weißenfels II bis auf neun Punkte (86:59) zumindest für kurze Zeit in den einstelligen Bereich. Zu mehr sollte es allerdings nicht reichen. Zu überlegen waren die Gäste vor allem im Reboundspiel. „Die haben einfach keine einfachen Punkte von uns zugelassen“, bedauerte Endres. Doch auch von jenseits der Drei-Punkte-Linie gelang den OTBern, bei denen NBBL-Spieler Alexander Witte (11 Punkte/3 Dreier) ein solides Spiel machte, zu wenig.
„Ich denke, die Weihnachtspause kommt jetzt genau richtig für uns, um etwas Energie zu tanken und dann noch mal neu anzugreifen“, gab sich Endres zwar frustriert, aber auch kämpferisch. „Natürlich wird es in dieser Liga, in der es unten extrem eng ist, nun nicht einfach. Und die Gefahr ist da, dass man sich ans Verlieren gewöhnt. Aber wir trainieren gut, hart, und wir verstehen uns alle gut – daher werden wir alles versuchen.“
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