OLDENBURG - Ein bisschen Firlefanz muss sein: Die Trierer Basketballer haben ihren Masseur maskiert und zum Maskottchen gemacht, die Bremerhavener Eisbären haben eine eigene Fan-Hymne bekommen – und was haben die EWE Baskets? Die haben im Gegensatz zu ihren einfallsreichen Kontrahenten allerbeste Aussichten, sich an diesem Wochenende vorzeitig für die Bundesliga-Meisterrunde zu qualifizieren. Ein Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten TBB an diesem Freitag (20 Uhr, EWE-Arena) oder ein Erfolg bei den Eisbären am Sonntag (16 Uhr, AWD-Dome Bremen) bringt Oldenburg ans Etappenziel.

Die Gelegenheit für den zehnten Sieg in Serie und die damit verbundene Saisonbestmarke scheint günstig. Die Trierer sind Vorletzter. In einer solch prekären Situation bleiben kaum Alternativen. Der belgische Trainer Yves Defraigne bot seinen Spielern immerhin eine an: „Ich habe ihnen gesagt, wenn sie nach Oldenburg fahren, um so zu beginnen wie gegen Jena, können sie gleich hier bleiben.“

Der Ex-Club des heutigen Baskets-Assistenztrainers Ralph Held leistete sich eine Woche nach dem wertvollen Sieg in Leverkusen eine peinliche Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Jena. Deshalb verlangt der Trainer, der im Dezember Joe Whelton ablöste, eine Trotzreaktion. „Ohne Frage, Oldenburg ist eines der härtesten und diszipliniertesten Teams der BBL. Wir müssen in allen Belangen intensiver und aggressiver auftreten, von Beginn an“, sagte Defraigne.

Ausgewogener scheint da das formale Kräfteverhältnis zwischen den Rivalen links und rechts der Weser. 8200 Karten sind bislang für die Großveranstaltung in der Bremer Stadthalle verkauft worden. Im Vorjahr waren 9330 Zuschauer Augenzeuge des platzenden Playoff-Traumes der Oldenburger.

Trotz aller Vorfreude auf das „Spiel des Jahres“ haben die Eisbären derzeit noch keinen Blick dafür übrig. „Erst wenn wir am Freitagabend nach dem Spiel in Jena im Bus sitzen, wird die Partie gegen Oldenburg zum Thema“, sagte Manager Jan Rathjen.

So sieht es auch Krunic. Fragen nach dem Sonntagsgegner ignorierte der Baskets-Trainer: „Mich interessiert nur Trier“. Karten gibt es ab 18.30 Uhr an der Abendkasse der Arena.

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