OLDENBURG - Auch ein neuer Korb hat die Siegesserie der EWE Baskets nicht stoppen können. Am Freitagabend gewann der Oldenburger Basketball-Bundesligist sein verspätet begonnenes Heimspiel gegen die zuvor ungeschlagenen Walter Tigers Tübingen mit 81:63 (32:29). Für die Oldenburger war es der dritte Sieg nacheinander. An diesem Sonntag könnte der vierte folgen, dann spielt die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic um 16.30 Uhr bei den Phantoms Braunschweig.

Die Partie gegen Tübingen hatte mit 22 Minuten Verzögerung angefangen. Der Technische Kommissar der Basketball-Bundesliga, Rudi Steinkamp, hatte die Position eines Korbringes moniert. Dieser, so Steinkamp, sei bei einem Dunking während des Aufwärmens verbogen worden. Baskets-Mitarbeiter, mit Leiter, Schraubenschlüssel und Wasserwaage ausgerüstet, mussten den Ring schließlich austauschen. Die 2708 Zuschauer nahmen es gelassen und applaudierten nach der ungewohnten Auswechslung.

„Es war schwer, nach der langen Wartezeit den Rhythmus zu finden“, sagte Krunic. „Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir dann aber sehr gut verteidigt.“ Sein Kollege Aaron McCarthy bemängelte die 20 Ballverluste seiner Mannschaft. „So kann man kein Spiel gewinnen“, kritisierte der Amerikaner.

Das neue Stück schien den Oldenburgern, die in der ersten Halbzeit auf den ausgetauschten Ring spielten, zunächst nicht zu liegen: Erst in der 4. Minute gelangen Jason Gardner die ersten Baskets-Punkte. In der 9. Minute gingen die Oldenburger erstmals in Führung, zum Ende eines zerfahrenen ersten Viertels stand es 14:13 für die Gastgeber. Krunic hatte sein Team zurecht vor der Reboundstärke der Tübinger gewarnt. In den ersten zehn Minuten pflückten die Gäste 13 zurückspringende Bälle, den Baskets gelang das nur siebenmal.

Die Aufgaben des verletzten Centers Dan McClintock teilten sich Jasmin Perkovic, Milan Majstorovic und Daniel Strauch. Bis zur Halbzeit gelang das recht ordentlich, die Baskets gingen mit einer 32:29-Führung in die Kabine. Gardner hatte seine Mannschaftskollegen bis dahin mehrfach gut in Szene gesetzt, außerdem machten die Oldenburger den Gästen nun auch bei den Rebounds erfolgreicher Konkurrenz.

Die Elf-Punkte-Führung der Baskets nach 30 Minuten (55:44) war einer starken Defensivleistung geschuldet. Gleichzeitig sammelte Rickey Paulding bis Ende des Abschnitts bereits 18 Zähler, bei Spielende waren es 23. Als Perkovic die Baskets mit 61:46 (33.) nach vorn brachte, war scheinbar die Entscheidung gefallen. Den folgenden Tübinger 7:0-Lauf beantworteten die Oldenburger mit zwei schnellen Gegenstößen und einem Dreier von Majstorovic zum 70:59 – das reichte.

Tübingen: Katic (22), Marsh (12/2), De Michael (11), Merriex (6), Moye (5), Nixon (5), Perovic (2).