OLDENBURG - In Quakenbrück leisteten sich die Oldenburger zu viele Fehler. Tübingen wurde vom Trainer-Wechsel beflügelt.
Von Oliver Schulz
OLDENBURG - Die gute Nachricht zuerst: Für Hubird besteht noch keine Stallpflicht. Das Maskottchen der EWE Baskets steht nicht im Verdacht der Donnervogelgrippe und darf deshalb die Oldenburger Bundesliga-Basketballer im Heimspiel gegen die Tigers Tübingen am heutigen Sonnabend (20 Uhr/EWE-Arena) mit fliegenden Federn unterstützen.Die schlechte Nachricht: Wer da so bei den Baskets aufläuft und mit welcher Einsatzzeit abschließt, ist ungewiss. „Blanchard, Edwards, Burke, Brown und Penigar konnten wegen verschiedener Ver-letzungen in den
vergangenen Tagen nicht im vollen Umfang trainieren“, berichtete Trainer Don Beck.
Nach dem 78:90 in Quakenbrück am vergangenen Sonntag musste der Oldenburger Coach seine Spieler nach eigener Aussage nicht allzu lange trösten. „Wir waren enttäuscht über die Niederlage, nicht aber über unsere Leistung. Ich hatte zuvor gesagt, dass die Artland Dragons mit einem gesunden Kader und ihrem Heimpublikum im Rücken ein sicheres Playoff-Team sind. Und das haben sie gegen uns leider bewiesen.“
Die Augen vor den vielen Fehlern der eigenen Mannschaft konnte Beck allerdings auch nicht verschließen. „In der entscheidenden Phase haben wir uns die Partie aus der Hand nehmen lassen. Quakenbrück hat das Spieltempo bestimmt und exzellent getroffen.“ Tory Walker, den die Baskets im Schlussviertel überhaupt nicht mehr in den Griff bekamen, erzielte binnen zehn Minuten unglaubliche 16 Punkte.
Der heutige Gegner ist in der Bundesliga auf dem Sprung. Seit dem Trainerwechsel von Pat Elzie zu Aaron McCarthy haben sich die Tübinger Tiger eindrucksvoll zurück gemeldet. Drei Siege in vier Spielen lassen die Schwaben sogar wieder auf die Playoff-Teilnahme spekulieren. Zudem gelang Tübingen ein deutlicher 83:72-Sieg im Achtelfinale des BBL-Pokals gegen die Telekom Baskets Bonn.
Fünf Spieler punkten bei den Tigers pro Spiel zweistellig. Bester Schütze ist Ron Selleaze mit 18 Punkten, dicht gefolgt von Bingo Merriex (17). Der Flügelspieler überzeugt zudem mit zehn Bällen als einer der besten Rebounder der Liga. Auch Tamien Trent (14 Punkte), Antwine Williams (12,6) und Igor Perovic (11,8) sind stets gefährliche Korbschützen.
Doch das punktehungrige Quintett leidet genau wie der Rest des Tigers-Personals an der Wurfquote – nur 42 Prozent der Versuche aus dem Feld landen im gegnerischen Korb. Mit diesem Wert rangieren die Tübinger am Ende des Feldes.
Erstmals in dieser Saison mussten die Oldenburger zwei Bundesliga-Niederlagen in Folge verarbeiten. „Es gibt kein dauerhaftes Glück“, stellte Don Beck fest. In den Partien gegen Bamberg und Quakenbrück wendete es sich dem Tüchtigen zu. Die Baskets haben es in der Hand.
