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BASKETBALL Oldenburger mit Wut zum Sieg

OLIVER SCHULZ
Bester Oldenburger Werfer war Rickey Paulding (Mitte). Der US-Amerikaner war auch von den Kölnern Brian Greene (links) und Marko Keselj nicht zu bremsen.

Bester Oldenburger Werfer war Rickey Paulding (Mitte). Der US-Amerikaner war auch von den Kölnern Brian Greene (links) und Marko Keselj nicht zu bremsen.

PIET MEYER

OLDENBURG - Als Daniel Strauch lange Zeit nach dem Spiel im Foyer der EWE-Arena mit zwei kleinen Anhängern für das Fotoalbum der dazugehörigen Mama posierte, kehrte das Lächeln ins Gesicht des Flügelspielers zurück. Bis dahin war der Oldenburger mächtig sauer über alles und jeden. Dass als Nebenprodukt der 82:80 (40:42)- Heimsieg gegen die Köln 99ers abgefallen war, merkte man dem Spiel entscheidenden Baskets-Akteur am Sonntagabend kaum an. Mit zehn Punkten und fünf Balleroberungen binnen zwölf Minuten Spielzeit zeigte der 27-Jährige seinen schwächelnden Mitspielern den Weg zum Sieg – dem achten in Folge.

Die 28. Minute war der Wendepunkt einer bis dahin mäßigen Partie, in der die Oldenburger jene Intensität und Einstellung vermissen ließen, die sie in den vergangenen Wochen in die vordere Tabellenregion katapultiert hatten. „In der ersten Hälfte waren wir so schlecht wie lange nicht“, ließ Ruben Boumtje Boumtje wissen. Und dessen Trainer Predrag Krunic meinte: „Wir haben es den Kölnern unter den Körben viel zu leicht gemacht.“

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Einzelkritik: Frust setzt bei Strauch starke Leistung frei

3057 Zuschauer in der fast ausverkauften Arena waren fassungslos über den leichtfertigen Umgang in der Baskets-Verteidigung. Dem kurzen Höhenflug um das erste Viertel-ende herum mit einer Führung von zehn Punkten (31:21/11. Minute) folgte bis zur Pause der Absturz (40:42), was einer Negativserie von 7:20 entsprach.

Es dauerte allerdings 27 Minuten, bis Krunic den Joker Daniel Strauch spielte. Und schon wenig später war der Oldenburger mitten drin im Geschehen. Die Uneinigkeit der Schiedsrichter, die erst den Schrittfehler eines Kölner Spielers pfiffen, dann aber die darauf folgende Abwehraktion Strauchs als unsportliches Foul mit Freiwurf und Einwurf für die 99ers ahndeten, brachte den sonst so besonnenen Baskets-Sympathieträger auf die Palme.

Mit zeitlichem Abstand relativierte Strauch seinen Adrenalinausstoß. „Ich gebe zu, es war eine schwierige Situation. Nach der neuen Regel muss der Schiedsrichter ein seinem Pfiff folgendes Foul als Unsportlichkeit werten. Da aber die Abwehraktion direkt auf den Schrittfehler folgte, hätten die Schiris da mehr Fingerspitzengefühl zeigen können“, sagte der Leistungsträger und schob nach: „Es sind halt deutsche Schiedsrichter. Die nehmen ihre Regeln halt ganz genau!“

Wie dem auch sei: Für Daniel Strauch, dessen Mitspieler und das Oldenburger Publikum war es der Weckruf, diese Partie noch umzubiegen. Leidenschaftlich kämpfend, athletisch spielend und exzellent von der Dreierlinie treffend wurde der Rückstand (58:63/31.) zur 78:73-Führung (38.) umgebogen.

„Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, der uns gezeigt hat, dass wir die Playoffs nur erreichen können, wenn wir von Spielbeginn an voll konzentriert sind“, sagte Predrag Krunic. Dass er es mit der Mannschaft auf die Baskets-Bestmarke von acht Siegen in Serie gebracht hat, ist dem Trainer nicht wichtig: „Rekorde sind was für Leichtathleten!“

www.NWZonline.de/ewebaskets

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