OLDENBURG - „Es war ein Wahnsinnsspiel“, sagte Trainer Thomas Glasauer nach der Partie. Dennoch verließ der Oldenburger TB im Spitzenspiel beim Tabellenführer Alba Berlin II den Platz am Ende als Verlierer – die Partie endete 76:81.

Der Wahnsinn ging schon vor dem Spiel los. Die Anreise dauerte statt der vorhergesehenen vier Stunden aufgrund der Wetterverhältnisse siebeneinhalb. So erreichten die OTBer die Halle erst kurz vor Spielbeginn und einigten sich mit den Gastgebern auf eine spätere Tip-off-Zeit, so dass ihnen bis zum Anpfiff noch eine halbe Stunde Zeit blieb.

Die noch unbesiegten Berliner traten in Bestbesetzung an, dabei waren unter anderem Andreas Seiferth und Oliver Clay, die auch im Bundesligakader stehen, sowie A-Nationalspieler Lucca Staiger. Es entwickelte sich ein „extrem hochklassiges“ aber auch „extrem enges“ Spiel (Glasauer).

„In der ersten Hälfte war es ein großes Hin und Her. Im dritten Viertel haben wir uns dann eine Verteidigungsschlacht geliefert“, bilanzierte Glasauer. Aus dieser gingen die Berliner mit Vorteilen hervor. „Da haben sie etwas unseren Rhythmus gebrochen“, erklärte der Trainer.

Nach dem dritten Viertel lagen die Gastgeber mit 55:47 vorne, im Laufe des Schlussabschnitts kämpften die OTBer sich jedoch wieder heran – bis ein Pfiff der Schiedsrichter ausblieb.

Nur noch vier Punkte lagen die Gäste zurück, da dribbelte Torben Seikowsky einem Gegner auf den Fuß, der Pfiff blieb jedoch aus, der Berliner erzielte unbedrängt zwei Punkte. Glasauer kassierte für seine lautstarken Beschwerden ein Technisches Foul, den dadurch erreichten Vorsprung ließen sich die Berliner nicht mehr nehmen.

Beste OTB-Werfer waren Kevin Hopkins (19 Punkte) und Torben Seikowsky (18).