OLDENBURG - Durchatmen beim Basketball-Regionalligisten Oldenburger TB: Die Mannschaft von Trainer Thomas Glasauer setzte sich am Sonntagabend im Nachholspiel beim noch sieglosen Schlusslicht Aschersleben Tigers dank einer deutlichen Leistungssteigerung im Schlussviertel (20:8) letztlich mit 65:58 Punkten durch.
„Das war eine ganz schwere Geburt gegen eine Mannschaft, die nur von ihren drei Ausländern lebt“, sagte Glasauer. Drei Viertel lang hatten seine Korbjäger zwar recht gut verteidigt und die Systeme teilweise recht ordentlich durchgespielt, aber wie zuvor schon bei der 58:71-Heimniederlage gegen Rist Wedel im Abschluss nicht getroffen.
So lagen die Oldenburger zum Ende des dritten Viertels mit 45:50 hinten. Dann entschied sich Glasauer für die risikoreiche, weil enorm junge Aufstellungsvariante und schickte in Nenad Zdujic, Azeez Oladimeji (beide Jahrgang 1989) und Milan Obradovic (Jg. 1990) gleich drei Spieler aus dem NBBL-Kader der Junior Baskets gemeinsam mit Joleik Schaffrath (Jg. 1988) und Maximilian Endres (Jg. 1986) aufs Parkett. „Natürlich haben auch sie Fehler gemacht. Aber sie haben die Intensität vorgelebt, die uns bis dahin gefehlt hat, absoluten Willen gezeigt sowie keinen Ball verloren gegeben – und der Rest ist gefolgt“, freute sich Glasauer über die Phase von der 31. bis zur 34. Minute: „Sie hat das Ding noch mal zu unseren Gunsten ins Drehen gebracht.“
In der Verteidigung ließen die Oldenburger angeführt von Center Schaffrath, „der unter dem Korb alles frei gehalten hat“ (Glasauer), nur noch ganze acht Punkte zu, während im Angriff die Bälle endlich den Weg durch die Korbreuse fanden. „Spielerisch war es noch nicht die Offenbarung, aber die Entwicklung wird es bringen, und dafür brauchen wir Selbstvertrauen“, blickte Glasauer auf der langen Rückfahrt bereits wieder nach vorne. Gegner am kommenden Sonntag (16 Uhr, Haarenufer) ist Aufsteiger Rostock – und es winkt ein ausgeglichenes Punktekonto.
