OLDENBURG - Den Optimismus wird sich Thomas Glasauer niemals nehmen lassen – doch eine Prognose wie vor der vergangenen Saison („Potenzial für vordere Tabellenhälfte“) wird in diesem Jahr nicht aus seinem Munde kommen. Der Trainer des Basketball-Regionalligisten Oldenburger TB weiß, was auf ihn zukommt: „Für uns geht es um nichts anderes als den Klassenerhalt.“ 2006/07 wurde der OTB Vierter.

Die erneut verjüngte Mannschaft wird am 23. September in die Saison starten und gegen eine Reihe von Teams spielen müssen, die mit Macht in die neue Pro B streben.

Stichwort Pro B: Die Regionalliga muss sich neu einordnen in Basketball-Deutschland, denn unterhalb der Bundesliga entstehen zwei bundesweite Staffeln. Je 16 Mannschaften spielen in der Pro A (Zweite Liga) und der Pro B (Dritte Liga). Diese Neuordnung birgt für die nun nominell viertklassigen Regionalligisten Probleme: „Die Attraktivität der Liga ist gesunken“, so Glasauer. „Talente streben in die beiden überregionalen Ligen. Aber wir werden mit einem sehr jungen Team den vielen favorisierten Teams die Stirn bieten.“ Dass „kleinere Brötchen“ (Glasauer) auf der Menüliste stehen, ist klar – andere Mannschaften wie Topfavorit Hannover Tigers gönnen sich gleich mal drei US-Amerikaner – allesamt Profis.

Der Kader des OTB nimmt aber auch Konturen an. So unterzeichnete der 2,01 Meter große Flügelspieler Maximilian Endres, den Glasauer aus gemeinsamen Würzburger Zeiten kennt, einen Vertrag für zwei Jahre. Verlängert haben Steffen Kiese (zwei Jahre), dem auch ein Angebot aus der Bundesliga vorlag, und Marco Adamczewski (ein Jahr). Sicher dabei sind auch Benka Barloschky (vergangene Saison in der Nachwuchs-Bundesliga NBBL bei den Junior Baskets), NBBL-Neuzugang Milan Obradovic und Christopher Ihnen. „Mit anderen Spielern des Kaders und potenziellen Neuzugängen stehen wir im Gespräch“, sagt Glasauer, der sein Team am 16. August zum Trainingsauftakt bitten wird. Zum Kader werden sich zudem Spieler gesellen, die auch in der NBBL auflaufen.