OLDENBURG - Die OTB-Korbjäger zeigten Moral. Am Ende griffen die Schiedsrichter dem Schicksal ins Handwerk.
Von Florian Wittig
OLDENBURG - Der Drops scheint gelutscht – die 70:75-Niederlage gegen Tabellennachbar BBC Magdeburg setzte den Aufstiegsträumen des Oldenburger TB ein jähes Ende. In dem von Beginn an intensiv geführten Endspiel um den Sprung in die zweithöchste deutsche Spielklasse standen sich die Korbjäger des OTB einmal mehr selbst im Weg.„Es war ein Duell zweier gleich starker Mannschaften mit dem schlechteren Ende für uns. Wenngleich noch eine theoretische Aufstiegsmöglichkeit besteht, ist das Thema für mich abgehakt. Dennoch werte ich die Saison als großen Erfolg“, zog Trainer Thomas Glasauer bereits ein erstes Saisonresümee.
Wurde die Anfangsphase noch ausgeglichen gestaltet (21:20/10. Minute), so erwiesen sich die Glasauer-Schützlinge, in Form von zahlreichen Freifahrkarten in Richtung des eigenen Korbs, als überaus freundlicher Gastgeber. Lediglich der Tatsache, dass die Magdeburger allzu fahrlässig die ein oder andere Einladung verweigerten, ist es zu verdanken, dass der Pausenrückstand mit 38:48 noch nicht alle Hoffnungen begrub. Tatsächlich keimte im dritten Viertel kurzzeitig Optimismus auf, als ein 9:0-Lauf inklusive eines finalen Drei-Punkte-Wurfes von Jasper Knoch den Rückstand auf fünf Punkte schrumpfen ließ (50:55/26.). Doch drei Ballverluste in Folge sorgten dafür, dass die erhoffte Initialzündung rasch verpuffte. Dennoch fand der OTB allmählich ein Rezept gegen die Magdeburger Zonenverteidigung und korrigierte die eklatante Reboundschwäche.
Im Schlussviertel avancierte schließlich Routinier Jens Schaefermeyer zum tragischen Helden. Brachte er sein Team mit insgesamt 14 Punkten immer weiter auf Tuchfühlung und zwischenzeitlich sogar in Führung (67:64/37.), so verpasste er im letzten Angriff beim Stand von 70:73 mit einem vergebenen Dreier die Chance zum Ausgleich. „Am Ende haben wir uns mit einem 17:4-Lauf an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen und hatten Magdeburg praktisch im Griff. Deshalb ist der Verlauf der letzten zwei Minuten umso bitterer, in welchen es drei fragwürdige und spielentscheidenen Pfiffe gegen uns gab“, ärgerte sich Glasauer. Ins Tal der Tränen stürzen wollte er sich jedoch nicht, zu sehr überwiegt die Freude über eine erfolgreiche Saison.
OTB: Schaefermeyer (16 Punkte), Evans (15), Rohdewald (13), Becka (11), Knoch (9), Zöllner (6), Mangold, Pazur, Gottwald.
