OLDENBURG - Bitteres Erwachen für die U-16-Korbjäger der Baskets Akademie Weser-Ems: Hatten die Oldenburger nach ihrem deutlichen Sieg im Hinspiel über Achtelfinalgegner IBBA Berlin noch vom Einzug ins Viertelfinale der Playoffs in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) geträumt, wurden sie im Rückspiel auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die herbe 48:75 (25:40)-Niederlage beim Meisterschaftsanwärter in Berlin bedeutete das vorzeitige Saisonende.

„Manchmal bremst es dich, zu viel zu wollen“, bilanzierte Trainer Mladen Drijencic nach der klaren Niederlage in Berlin. „Es war ein mentales Problem. Wir haben die ganze Woche über gesagt, wir wollen nicht auf das Ergebnis schauen, sondern einfach unser Spiel spielen. Diese Vorgabe konnten wir dann leider nicht umsetzen.“

In den Playoffs der JBBL entscheidet eine so genannte „Best of two“-Serie über das Weiterkommen. Das Team, dass nach zwei Spielen die höhere Anzahl an Punkten erzielt hat, erreicht die nächste Runde. Nach dem 75:56-Hinspielsieg in Oldenburg lag die Mannschaft von Trainer Drijencic also mit 19 Punkten in Führung – ein Vorsprung, den sie nicht verteidigen konnte.

Dies hatte sich in Berlin schon im ersten Viertel abgezeichnet. Bereits nach zehn Minuten lagen die Oldenburger klar mit 13:23 zurück und hatten den Gastgebern auch im zweiten Abschnitt nicht viel entgegenzusetzen. „Im Angriff haben wir nicht gut zusammengespielt. Auch die Leistung in der Verteidigung war alles andere als gut. Erst in den letzten 13 Minuten haben wir richtig gekämpft und auf einem Niveau mit den Berlinern agiert“, beschrieb der bosnische Coach.

Den hohen Rückstand wettmachen konnten die Gäste jedoch nicht mehr. Das vorzeitige Playoff-Aus und damit verbundene Saisonende waren besiegelt. „Wir sind nach der verpassten Chance natürlich erst einmal alle sehr traurig. Jeder muss nun für sich hinterfragen, was er noch besser machen kann. Wir befinden uns in einem Lernprozess“, bilanzierte Drijencic.

Der Trainer hatte nach der überraschend starken Saison der Oldenburger allerdings auch viel Lob für sein Team übrig: „Wir können alle stolz auf uns sein. Viele hätten uns nicht zugetraut, so weit zu kommen. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir als Mannschaft erreicht haben.“