OLDENBURG - Eine unvergessliche Erfahrung haben die Spieler des Jugend-Basketball-Bundesliga-Teams (JBBL) der Baskets Akademie Weser-Ems gemacht: Sie trafen bei einem Turnier auf Teneriffa auf die besten Jugendmannschaften Europas. Dort gewannen sie zwar kein Spiel, Trainer Mladen Drijencic zog dennoch ein positives Fazit.
„Meine Jungs konnten viel lernen während des Turniers. Wir haben gesehen, dass wir unsere Spielgeschwindigkeit anheben und in der Verteidigung mehr Druck auf den Gegner aufbauen müssen. Bei der Wurf- und Reboundtechnik waren wir auf Augenhöhe, allerdings war unser Passspiel nicht präzise genug.“
Der neue Oldenburger Trainer hatte von vornherein nicht mit einem Turniersieg auf Teneriffa gerechnet, sondern wollte vielmehr wichtige Lehren aus den Auftritten seiner neu formierten Mannschaft ziehen. „Ergebnisse bleiben in der Vorbereitung weiterhin zweitrangig. Mir war es in erster Linie wichtig, zu sehen, wie weit wir sind und wo wir ansetzen müssen, um uns zu verbessern und ein höheres Level zu erreichen“, erklärt Drijencic.
Bereits im Auftaktspiel der Oldenburger gegen Canterbury, einem Team aus Las Palmas, wurde der Klassenunterschied deutlich. „Die Spielweise der Spanier war wesentlich schneller als unsere, was uns vor erhebliche Probleme stellte. Zudem spielte Canterbury durchgehend Zone kombiniert mit einer sehr aggressiven Zonenpresse. Diese Verteidigungsart ist im deutschen Jugendbereich nicht erlaubt, weshalb wir große Probleme im Spielaufbau und eine enorme Anzahl an Ballverlusten zu beklagen hatten“, resümiert Drijencic.
So unterlagen die Oldenburger zum Auftakt 41:61. Auch die anderen Gruppenspiele wurden mit 44:59 gegen Valencia und 51:126 gegen Barcelona verloren. Ihre beste Leistung boten die Oldenburger bei der Niederlage gegen Ventspils (Lettland), die zwei Verlängerungen brauchten, um 79:72 zu siegen.
Wieder zurück in Oldenburg, geht die Vorbereitung auf die neue Saison gleich weiter. Dafür sucht Drijencic noch Spieler: „Unser Trainerstab überlegt sich im Moment neue Trainingsinhalte. Dazu gehört auch die Ergänzung des Kaders um ein bis zwei Spieler, damit die Konkurrenz innerhalb der Mannschaft gewährleistet ist. Wenn jemand Interesse hat, kann er gerne nach Rücksprache zum Training kommen.“
