Oldenburg - Jannik Wiggers-von Staa von „Thunderstorm Oldenburg“ (TSO) und Peter Mydla von den „Flying Moins“ haben mit ihren EWE Baskets Oldenburg schon viele Höhen und Tiefen miterlebt. Die aktuelle Situation des Basketball-Bundesligisten ist aber selbst für die beiden Vorstandsmitglieder der beiden Fanclubs ungewohnt. Doch trotz der prekären Lage ihres Herzensvereins (letzter Tabellenplatz) ist ihr Optimismus noch längst nicht verflogen.
Viel Zuversicht
„In den letzten Jahren waren wir in Oldenburg natürlich extrem siegesverwöhnt. Insbesondere in der regulären Saison haben wir extrem viele Spiele gewonnen, allerdings ging uns zum Ende der Spielzeit häufig die Luft aus“, sagt Wiggers-von Staa: „Deswegen konnte ich schon nachvollziehen, dass ein Umbruch gewünscht war. Die aktuellen Ergebnisse waren für mich natürlich nicht erwartbar und überraschen mich.“
Mydla habe hingegen damit gerechnet, „dass der Umbruch schwer wird“. Dafür habe es einfach zu starke Veränderungen im Kader gegeben. „Es fehlt leider immer noch die Konstanz im Team. Wir haben ja schon wirklich starke Viertel gesehen. Leider nicht immer über das ganze Spiel“, erklärt der 2. Vorsitzende der „Flying Moins“.
Der erst zweite Sieg der Baskets in dieser Spielzeit gegen Brose Bamberg Mitte November stimmt Wiggers-von Staa jedoch zuversichtlich. „Ich glaube, dass wir an diese Leistung anknüpfen müssen. Teamspiel und Energie haben uns in den letzten Jahren ausgezeichnet und da müssen wir auch wieder hinkommen“, sagt der Vorsitzende des TSO, der aber auch in dieselbe Kerbe wie Clubboss Hermann Schüller schlägt: „Im Team muss sich ein Anführer finden, der die anderen Spieler auch mitzieht.“ Wiggers-von Staa gehe aber fest davon aus, „dass wir nicht gegen den Abstieg spielen werden“.
Auch Mydla sei „zuversichtlich, dass unser mit viel Leidenschaft agierender Coach Mladen (Drijencic, Anm. d. Red) mit dem Team die Kurve bekommen wird und in Bonn damit beginnt“. An diesem Samstag (20.30 Uhr) gastieren die Oldenburger beim Tabellenzweiten – eine schwere Aufgabe nach der zweiwöchigen Länderspielpause.
Aber auch Kritik
Es gibt aber auch kritische Stimmen in den eigenen Reihen. „Die Stimmung im Fanclub ist natürlich, wie in den Sozialen Netzwerken auch, zwiegespalten. Nichtsdestotrotz spüren wir eine unglaubliche Unterstützung für das Team“, berichtet Wiggers-von Staa: „Für das nächste Auswärtsspiel nach Bonn haben sich 70 Fans für einen Besuch des Spiels entschieden.“ Vorausgesetzt, die aktuelle Corona-Lage lässt diesen Trip ins Rheinland zu.
