Oldenburg - Ein großes Ziel dicht vor Augen haben Charlotte Kauss und Hannah Peters vom Oldenburger TB. Die beiden 13-jährigen Siebtklässlerinnen wurden von den für den Beachvolleyball-Kader der Region Nordwest zuständigen Leistungstrainern eingeladen und wollen ihre Chance an diesem Wochenende bei einem Sichtungslehrgang für Talente der Jahrgänge 2003 bis 2006 in Bremen nutzen.
„Ich habe mich schon sehr geehrt gefühlt, als wir die Nachricht erhalten haben“, sagt Charlotte. „Natürlich wird das nicht einfach, weil die Konkurrenz sehr stark ist. Aber ich wäre schon enttäuscht, wenn das nicht klappen würde“, meint die vier Monate jüngere Hannah, die bereits in der Halle für den Leistungskader gesichtet worden war: „Mir wurde gesagt, dass ich bis 18 beides – Halle und Sand – spielen darf, das möchte ich auch schaffen.“
Das Sport-Multitalent ist nebenbei noch im Basketball Kapitänin der ersten U-14-Mädchenmannschaft – zu Hause dreht sich (fast) alles um Sport. „Meine Brüder spielen beide Fußball und Basketball, meine kleine Schwester Basketball und nun auch Volleyball“, erzählt Hannah. Der große Stellenwert, den Sport bei den Peters besitzt, zeigt sich auch bei den Spieltagen der Kinder. Regelmäßig ist die ganze Familie in den verschiedenen Hallen zum Anfeuern mit dabei.
Mama Tanja hat früher als Zuspielerin im Volleyball sogar in Göttingen 2. Bundesliga gespielt. „Das möchte ich auch gern erreichen“, sagt Hannah und will alles geben, in die großen Fußstapfen hineinzuwachsen.
Für Charlotte kam die Nominierung eher überraschend. „Ich habe damit gar nicht so richtig gerechnet, mir ist der Spaß am Beachen immer sehr wichtig“, sagt sie und ergänzt: „Umso mehr freue ich mich, dass wir dort zusammen antreten dürfen.“
An diesem Wochenende muss sich das Duo in zahlreichen Übungen behaupten. Zum Abschluss der Sichtung steht in Bremen ein B-Cup auf dem Programm. „Wir wollen unser Bestes geben und mit Freude spielen. Falls das nicht reicht, dann ist das halt so“, meint „Lotte“.
Die beiden Mädchen könnten auch in noch andere große Fußstapfen treten. Sie sind nach Lea Sophie Kunst, die 2018 U-18-Europameisterin wurde und an den Olympia-Stützpunkt in Berlin gewechselt ist, die nächsten OTB-Volleyballerinnen, die den Sprung in die Leistungsebene schaffen können. „Beide verfügen vor allem über die richtige Einstellung und Ehrgeiz“, meint Maximilian Pelle. Er hat selbst die Region in seiner gesamten Jugend im Sand wie in der Halle vertreten und gibt seine Erfahrung nun als Co-Trainer an die Talente weiter.
„Die Konkurrenz in der Region ist bei den Mädchen auf einem Top-Level, aber das kriegen die beiden schon hin“, glaubt Pelle fest daran, dass die Mädchen, die ihr großes Ziel nun vor Augen haben, ihre Chance auch nutzen.
