OLDENBURG - Raphael Riekers redete nicht lange darum herum. „Das war sicherlich einer der verdienteren von unseren Niederlagen“, sagte der Trainer der Bezirksliga-Fußballer des TSV Ganderkesee über das 0:2 (0:1) bei der TuS Eversten am Sonntag. „Wir waren längst nicht so gut wie noch vor einer Woche, auch wenn wir spielerisch sicher mitgehalten haben“, erklärte er mit Blick auf das 0:4 gegen den Heidmühler FC. In dieser Partie hatte seine Mannschaft eine Vielzahl guter Chancen nicht genutzt.
Die Verwertung der Torchancen war aber auch nach dem Gastspiel in Oldenburg ein Thema. „Die wenigen, die wir hatten, haben wir halt nicht genutzt“, erklärte der TSV-Trainer. Jens Bauer und Fabian Mucker vor der Pause, Niklas Stopinsek und Marvin Dietrich im zweiten Spielabschnitt waren einem Treffer noch am nächsten. „Da fehlt uns auch ein wenig die Qualität. Man kann dann nicht immer nur von Pech sprechen“, meinte Riekers.
Die Ganderkesee fanden auf dem harten, trockenen Platz an der Hundsmühler Höhe nicht zu ihrem Rhythmus. „So etwas kommt unserem technischen Spiel nicht entgegen“, erklärte Riekers. Die robusten und zweikampfstarken Everster bestimmten das Geschehen und sorgten vom Anpfiff an für viel Arbeit für die TSV-Abwehr. Christian Nowak brachte die Gastgeber in Führung (15.). Nach dem Seitenwechsel kamen die Ganderkeseer etwas besser ins Spiel, ohne dass sie dem TuS-Trainer Schweißperlen auf die Stirn trieben. „Ich glaube unser Torwart musste nur einen Ball fangen, wobei die besseren Spielanteile nun beim TSV lagen“, sagte Brian Adamovic. Der Treffer von Jannik Brandt (77.) machte den Erfolg perfekt, den Adamovic „Pflichtsieg“ nannte.
Der TSV, der in neun Spielen vier Unentschieden erreichte, habe genug Lehrgeld bezahlt, so Riekers. „Wir sind in der Bezirksliga angekommen“, sagte er. „Die Spieler haben gemerkt, dass sie immer mindestens 100 Prozent geben müssen, um überhaupt mithalten zu können. Das wird die Mannschaft aus dieser Partie mitnehmen.“ Im Training werde weiter hart daran gearbeitet, dass sich das Team „endlich einmal für das belohnt, was es investiert.“ Am besten schon an diesem Sonnabend, 16 Uhr, im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger BW Bümmerstede.
