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BOGENSPORT Mit voller Konzentration ins Goldene

ONNO KUTSCHER

OLDENBURG - In der Halle des SV Etzhorn ist es trotz mehrerer jugendlicher Bogenschützen in Aktion leise, bei allen herrscht große Konzentration. Dann zischen Pfeile durch die Luft und treffen ihr Ziel. „Das Bogenschießen ist ein Konzentrationssport“, erzählt Lutz Kayser, Pressewart der Etzhorner Bogenschützen.

Was aber ist so faszinierend an dieser Sportart? Für den 15-jährigen Tim Kickler steht vor allem der Spaß im Vordergrund. „Ich schieße erst zum zweiten Mal, aber ich werde auf jeden Fall öfter vorbeikommen“, erzählt er.

Das Bogenschießen kann man schon in jungen Jahren erlernen. „Da gibt es kaum eine Grenze. Von zehn bis zwölf Jahren wäre sicherlich optimal. Ich habe aber auch schon mit sechsjährigen Schützen trainiert“, erzählt Kayser.

Auch der zwölfjährige Dan Müller ist von dem Schützensport fasziniert: „Ich schieße daher schon seit drei Jahren im Verein.“ Der Nachwuchssportler findet es vor allem spannend, sich auf den Punkt konzentrieren zu müssen. „Das ist oft gar nicht so leicht. Ich trainiere einmal in der Woche – manchmal klappt es besser, manchmal auch nicht so gut“, erzählt Dan, der bei den Vereinsmeisterschaften den sechsten Platz belegte.

Auch Kayser weiß, dass es in diesem Sport vor allem um Automatismen geht. „Es sind immer wieder die gleichen Bewegungsabläufe, die man trainieren muss. Viele schaffen es schon beim ersten Schuss, andere brauchen etwas länger, um mal die goldene Mitte zu treffen.“

In der Halle beträgt die Entfernung zu den Zielen 18 Meter. Im Freien sind es oft sogar bis zu 90 Meter. „Um aus so einer Entfernung zu treffen, bedarf es aber schon sehr viel Übung“, verrät Kayser. Dabei ist es nicht die Muskelkraft die wichtig ist, sondern vielmehr die Muskelbeherrschung. Deswegen sind es auch oft die Mädchen, die am Anfang besser mit dem Übungsgerät klarkommen. „Das habe ich schon oft erlebt, dass die Mädchen am Anfang öfter treffen als die Jungs“, bestätigt Kayser.

Ein gefährlicher Sport ist das Bogenschießen jedoch nicht. Trotzdem müssen einige Sicherheitsregeln beachtet werden. „Wir achten darauf, dass nichts passiert. Die Jugendlichen sind da aber grundsätzlich immer sehr aufmerksam“, so der Pressewart.

Wer selber einmal das Bogenschießen ausprobieren möchte, der kann montags um 17.30 Uhr in der Schützenhalle des SV Etzhorn an der Wilhelmshavener Heerstraße 359 A vorbeischauen. Die Sportgeräte werden gestellt. Einer Vorerfahrung bedarf es nicht. „Das ist ja das Schöne an dem Sport. Man kann einfach damit anfangen“, verrät Kayser.

„Muskelbeherrschung ist

wichtiger als Muskelkraft“

lutz kayser

Viele Distanzen

Im Freien

wird beim Bogensport aus Distanzen von 90, 70, 60, 50 oder 30 Metern geschossen. In der Halle schießt man aus 18 Metern.

Aus dem

frühzeitlichen Weidenstock – mit Angelsehne gespannt – sind hoch technisierte und physikalisch ausgeklügelte Sportgeräte geworden. Die Wurfarme des Bogens sind zumeist aus Carbon- oder Glasfaser gefertigt. Der Bogensport ist seit 1972 wieder olympische Disziplin.
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