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NWZonline.de Sport

Basketball hat in Bremen nur Gastauftritte

06.02.2019

Oldenburg /Bremen Im Nordwesten gibt es sie reichlich, die Basketball-Hochburgen. Oldenburg, Bremerhaven und Vechta haben Teams in der Bundesliga, in Quakenbrück war dies lange der Fall gewesen. In Cuxhaven gab es vor Jahren einen erfolgreichen Zweitligisten, der sportlich den Aufstieg in die Bundesliga schaffte, aus wirtschaftlichen Gründen aber auf den Sprung ins Oberhaus verzichtete. Nur in Bremen, der mit rund 560 000 Einwohnern größten Stadt des Nordwestens, kommt die Sportart nicht auf die Beine.

Bestes Team spielt 5. Liga

„Auf der einen Seite freuen wir uns, wenn wir die mit Abstand beste Mannschaft im Land Bremen sind“, sagt Kjell Veith, Sprecher des Bundesligisten Eisbären Bremerhaven: „Auf der anderen Seite wäre es schön, wenn wir eine Kooperation mit einer starken Bremer Mannschaft im Männerbereich eingehen könnten.“

Eine Kooperation gibt es zwar mit den Weser Baskets, aber nur im Jugendbereich. Jene Weser Baskets stellen auch das ranghöchste Männerteam der Stadt. Die Mannschaft wird aus Spielern der Vereine BTS Neustadt und Bremen 1860 gebildet. Die Weser Baskets sind Tabellenführer in der 2. Regionalliga, also der fünften Liga. Die Gegner heißen TSV Kronshagen (Schleswig-Holstein/Kreis Rendsburg-Eckernförde), TuS Ebstorf (Niedersachsen/Kreis Uelzen) und Walddörfer Sportverein (Hamburg).

Dass es an diesem Sonntag wieder einmal Bundesliga-Basketball in Bremen zu sehen gibt, liegt an den Eisbären aus der kleinen Bremer Schwesterstadt Bremerhaven (114 000 Einwohner). Die Eisbären tragen ihr Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg in der ÖVB-Arena aus (18 Uhr). Mit den sogenannten „Hanse Games“ versuchen die Bremerhavener seit Jahren, zwei- bis dreimal pro Saison in der Stadt Bremen Werbung für sich zu machen und den einen oder anderen Fan oder gar Sponsor nach Bremerhaven zu lotsen.

In die andere Richtung haben die Gastspiele offenbar keinen Effekt, Bremen ist alles andere als eine Basketball-Stadt. In den vergangenen Jahren fanden mehrmals Länderspiele – auch mit Dirk Nowitzki – in der Stadthalle statt, die über Jahre hinweg mehrfach ihren Namen wechselte und inzwischen ÖVB-Arena heißt. Gleich blieb aber, dass dort kein höherklassiger Basketball ansässig wurde.

Die Gründe sind vermutlich nicht nur im Basketball zu suchen. „Hinter den Fußballern von Werder Bremen kann sich in der Stadt nichts entwickeln“, heißt es aus der Bremer Basketballszene: „Die Sponsoren gehen lieber alle dorthin.“ Namentlich genannt werden möchte derjenige, der dies sagt, lieber nicht. Denn in Bremen ist es nicht chic, etwas gegen Werder zu sagen, auch wenn es nur indirekt geschieht.

Doch in der Tat: Das Problem, dass sich im Basketball in Bremen kein höherklassiges Team bildet, hat die Sportart nicht allein. Auch im Eishockey oder Volleyball haben es die Teams schwer, ihren Platz hinter Werder zu finden. Im Tischtennis gibt es einen erfolgreichen Männer-Erstligisten in der Stadt, dazu im Handball einen Frauen-Zweitligisten – in beiden Fällen sind es Teams von Werder Bremen. Wenn die Tanz-Formationen des Grün-Gold-Clubs Bremen das Parkett betreten, sind oft mehrere tausend Zuschauer dabei. Dies geschieht aber bei Einzel-Veranstaltungen und nicht in einem regulären Ligabetrieb in enger zeitlicher Taktung.

Zwiener einst in Bremen

Bis 2009 spielten die Bremen Roosters in der 2. Basketball-Bundesliga. Philip Zwiener, der später Nationalspieler wurde und in Oldenburg und Bremerhaven in der Bundesliga spielte, begann dort seine Karriere. Auch Pat Elzie, später als Trainer mit Rasta Vechta in der Bundesliga unterwegs, arbeitete einst bei den Roosters. Vor zehn Jahren zog sich das Team aber aus der 2. Liga zurück – zu wenige Zuschauer, zu wenige Sponsoren. Der Rückzug hinterließ eine große Lücke, die bis heute geblieben ist.

Der Bremer Basketball-Verband ist die Dachorganisation dieses Sports in dem kleinen Bundesland, das seine Basketball-Hochburg in Bremerhaven hat. Und auch der Verband kämpft mit Widrigkeiten: Er verfügt nicht einmal über eine eigene Geschäftsstellen-Adresse. Auf der Website heißt es, dass die dem Bremer Verband zugedachte Post bitte an den Niedersächsischen Basketball-Verband in Hannover zu richten sei.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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