OLDENBURG - In Zeiten des Bahnstreiks muss man schon in die Göttinger Lokhalle gehen, um ordentliche Arbeit zu sehen. Im zur Multifunktionsarena umgebauten ehemaligen Ausbesserungswerk zeigten die Basketballer der heimischen BG und der EWE Baskets beim 68:76 (32:34) am Freitagabend eine leidenschaftlich geführte und am Ende sogar noch hart umlämpfte Bundesligapartie.
Dass die Oldenburger den sechsten Sieg im neunten Saisonspiel einfuhren, war letztlich verdient, weil die Göttinger sich oft genug selbst ihrer Möglichkeiten beraubten. Der bis dahin beste Werfer Willie Jenkins durfte aus disziplinarischen Gründen nicht mitmachen. Zudem war das beherzte, zumeist aber kopflose Anrennen der Göttinger gegen die solide Oldenburger Verteidigung kein geeignetes Mittel. Außerdem stoppte der beständige Aktionismus des Trainers John Patrick mit Auswechslungen nach Fehlwürfen jeglichen Spielfluss. So konnten die Baskets eigentlich darauf warten, dass ihnen der Sieg in den Schoß fiel.
In der Woche vor dem Spitzenspiel der Baskets gegen Alba Berlin an diesem Sonnabend (20 Uhr, EWE-Arena) nervt die Verletzung von Branimir Longin gewaltig. Der Aufbauspieler war in der fünften Spielminute nach einem Sprungwurf auf dem Fuß seines Mitspielers Jasmin Perkovic gelandet und umgeknickt. Zwar deutet momentan wenig auf eine allzu langwierige Verletzung hin, doch scheint ein Einsatz im Heimspiel eher unwahrscheinlich.
Zwei Nummern kleiner ist der Pokalgegner der EWE Baskets. Eintracht Stahnsdorf, nahe Potsdam beheimatet, belegt in der Dritten Liga derzeit den siebten Tabellenplatz. Bei den Brandenburgern spielt der gebürtige Oldenburger Christoph Weise, der früher den Ball für den OTB warf. Die Partie der Ersten Hauptrunde soll zwischen dem 4. und 6. Dezember ausgetragen werden.
