OLDENBURG - So eine Saison will Günther Bredehorn nicht noch einmal erleben. Der Präsident des VfL Oldenburg erinnerte beim Saisonausklang am Mittwoch mit dem Handball-Bundesligateam, Helfern und Anhängern auch an Herausforderungen, die geschmerzt und uns geschockt haben.
Gemeint war die finanzielle Schieflage des VfL, nachdem Hauptsponsor Beluga bei den Oldenburgerinnen von Bord gegangenen war. Es ging um alles. Am Ende haben wir es gemeistert, sagte Bredehorn.
Sportlich gab es weniger Wirrungen. Zweimal erreichte der VfL wichtige Halbfinalspiele, schied jeweils gegen den späteren Sieger aus: Im EHF-Pokal gegen den FC Midtjylland aus Dänemark, in der Bundesliga gegen den Thüringer HC.
Das alles war Thema beim von der Mannschaft organisierten Dankeschön-Abend auf dem Vereinsgelände. Das Team präsentierte den 100 Gästen ein selbst geschnittenes Video mit Saisonhöhepunkten sowie ein von allen Spielerinnen vorgetragenes Abschiedsgedicht für Jacqueline Reinhold und Lydia Jakubisova.
Während Jakubisova mit Meister THC im Blickfeld bleibt, verschwindet Reinhold erstmal hinterm Horizont. Die 24-Jährige beginnt in Bremen ein Nautik-Studium, strebt damit ihr Kapitänspatent an. Im September geht sie für ein Praxissemester als Kadett auf See.
Vom Handball kommt Reinhold aber nicht los, kehrt zum Zweitliga-Absteiger TV Oyten zurück. Dort wird sie wohl nur die Vorbereitung und die letzten Wochen der Spielzeit mitmachen können. Reinhold: Ohne Handball geht es eben auch nicht.
