OLDENBURG/CLOPPENBURG - Monika Puczek-Iwanicka plagt sich zurzeit mit einem grippalen Infekt herum. Die TVC-Haupttorschützin droht für das Bezirksderby am Sonntag auszufallen.
Von Carsten Mensing
OLDENBURG/CLOPPENBURG - Kurz vor dem Derby beim VfL Oldenburg II (Anwurf: Sonntag, 16.30 Uhr) hat der stark abstiegsbedrohte Frauenhandball-Zweitligist TV Cloppenburg sein Saisonziel neu definiert. In Anbetracht von sechs Punkten Rückstand zum Relegationsplatz und deren sieben zum ersten Nichtabstiegsrang wollen die Cloppenburgerinnen (9:33 Punkte) fünf Spieltage vor Schluss unbedingt ihren drittletzten Platz verteidigen – dieser würde im Falle von Abmeldungen und Lizenzverweigerungen möglicherweise das rettende Ufer sein. „Um in der Tabelle noch weiter nach oben zu kommen, brauchen wir einen Auswärtssieg, zwei Heimerfolge und eine Sensation“, schmunzelt Trainer Bernd Neumann, zumal der TuS Lintfort (16:24) und der SV Berliner VG 49 (15:25) jeweils auch noch ein Spiel weniger als Cloppenburg absolviert haben.Dagegen ist beim VfL Oldenburg II derzeit sportlich alles im Lot. Das Team von Trainer Markus Stapenhorst hat sich bereits jetzt mit 20:22 Punkten aus der Abstiegszone verabschiedet – für einen Aufsteiger eine anerkennenswerte Leistung. „Oldenburg spielt Tempohandball ohne Rücksicht auf Verluste. Dies müssen wir versuchen zu unterbinden. Sonst ist das Spiel binnen Minuten für uns gelaufen“, glaubt Neumann, der die Oldenburgerinnen beim jüngsten 32:25-Heimspielerfolg gegen Teutonia Riemke beobachtet hat. Dabei müsse vor allem die bundesligaerfahrene Sarah Everding beachtet werden, die für Neumann neben Torhüterin Stefanie Kreft die Schlüsselspielerin bei der VfL-Reserve ist.
Stichwort Schlüsselspielerin: Aller Voraussicht nach wird Haupttorschützin Monika Puczek-Iwanicka wegen eines grippalen Infektes nicht mit von der Partie sein. Neumann: „Das schwächt uns gewaltig.“ Darüber hinaus wird Torhüterin Inken Sommer aus studientechnischen Gründen fehlen. Die übrigen Spielerinnen sind einsatzfähig.
Für Neumann ist der Trip nach Oldenburg eine Reise in die Vergangenheit. Anfang der Neunzigerjahre betreute er schließlich die erste VfL-Mannschaft in der 1. und 2. Bundesliga. „Sportlich ist man natürlich mittlerweile weit weg. Ich kenne aber noch einige Leute aus dem Umfeld und einige Zuschauer, mit denen ich früher das eine oder andere Mal geplaudert habe.“
• Nach Anna Badenhop, Inken Sommer und Maike Bredehorst verlässt in Imke Viering bereits die vierte Spielerin den TVC zum Saisonende (siehe Bericht unten links).
