OLDENBURG - Den Gästen fehlen die Erstliga-Spielerinnen, TVC hat vier Verletzte. Beide wollen gewinnen.
Von jan-Peter Plate
OLDENBURG - Die Voraussetzungen für das Derby in der 2. Handball-Bundesliga Nord könnten unterschiedlicher nicht sein. Während die Handballerinnen der Zweiten des VfL Oldenburg morgen beim Spiel in Cloppenburg (18 Uhr) mit dem Gefühl von vier Spielen ohne Niederlage in Serie (7:1 Punkte) antreten, sind die Gastgeberinnen wohl im Tal der Tränen angekommen.Aus sieben Partien holte das Team von Trainer Frank von Häfen gerade einmal zwei Punkte – und das auch nur, weil das Spiel in Berlin am „grünen Tisch“ gewonnen wurde. „Uns erwartet ein Schicksalsspiel“, sagt der TVC-Coach, der trotz der Niederlagenserie und vier verletzter Spielerinnen „aus der ersten Sieben“ die „Punkte fest eingeplant“ (von Häfen) hat. Grund: Der VfL II wird wohl auch nicht komplett sein, da die Bundesligamannschaft fast zeitgleich in Trier antritt.
„Clopppenburg ist von den Namen der Spielerinnen her Favorit“, gibt VfL-Coach Markus Stapenhorst zu. Personell muss er zwar auf einige verzichten („Wer in Trier spielt, besprechen erst heute“), aber in Ines Langkabel und Irena Nürnberg kehren zwei sicher, in Ariane Mohnhaupt eine Verletzte vielleicht wieder in den Kader zurück.
„Egal, wer mitfährt, wir wollen ein tolles Spiel zeigen und gewinnen“, gibt Stapenhorst die Richtung des D-Zugs, mit dem sein Team unterwegs zu sein scheint, vor. Auch von Häfen lobt das attraktive, „temporeiche und schnelle“ Spiel des VfL, sieht aber seinerseits eigene Stärken im Rückraum: „Obwohl uns Slawomira Jezierska, unsere Denkerin und Lenkerin, fehlt.“ Zusammen mit Daniela Tubesing ist Jezierska seit zwei Wochen wieder im Training, aber ein Einsatz gegen den VfL kann, so von Häfen, noch nicht erwartet werden. Ein weiterer Ausfall ist aktueller: Die Linkshänderin Monika Puczek-Iwanicka bekam unter der Woche starke Rückenschmerzen und wird wohl ausfallen.
Andere dagegen brennen und werden sind dabei. In Inken Sommer, Tanja Büsing (beide Tor), Anna Badenhop (Stapenhorst: „Die derzeit beste TVC-Schützin“) und Julia Behrens haben gleich vier ehemalige VfLerinnen ihre neue Heimat in der TVC-Halle an der Schulstraße gefunden. Und die dürfte angesichts der erwartet vielen Oldenburger Fans auch endlich mal wieder gut gefüllt sein.
