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NWZonline.de Sport

BMX-Stars laden zur großen Flug-Show nach Oldenburg

15.03.2019

Oldenburg Oldenburg entwickelt sich immer mehr zu einem Zentrum der deutschen BMX-Szene. Nachdem im vergangenen Jahr bereits der Freestyle-Olympia-Kader zu einem Trainingswochenende in die damals gerade eröffnete Skatehalle des Vereins Backyard kam, finden am 30. und 31. März nun die deutschen Meisterschaften in dieser Disziplin dort statt. Es sind die ersten seit zehn Jahren, insgesamt werden 200 Fahrer und Fahrerinnen erwartet.

Mit und ohne Lizenz

Ganz genau heißt die Veranstaltung „German Open/Deutsche Meisterschaft im BMX Freestyle Park“. Das bedeutet, dass sowohl Fahrer mit Lizenz als auch ohne teilnehmen können, erklärt Mit-Organisator Michael Jantos vom Verein Backyard und ergänzt: „Das war mir auch ganz wichtig.“

Denn es gebe sehr viele, sehr gute Fahrer, die keine Lizenz haben – entweder weil ihr Verein keine ausstellen kann, oder sie gar keinen Verein haben – und teilweise auch nicht wollen.

Ursache für diesen Zwiespalt ist die Neuaufnahme der Disziplin BMX Freestyle Park in das olympische Programm für die Sommerspiele 2020 in Tokio. „Deshalb müssen wir jetzt Strukturen schaffen – und die gab es bis vor Kurzem gar nicht“, erklärt Jantos. Im März 2018 erklärte der Bundeskoordinator Jens Werner in Oldenburg, dass es seine Aufgabe sei, solche Strukturen in einer Sportart zu schaffen, die sich bislang als völlig natürlich und frei gewachsen identifiziert. Und diese Strukturen dann Sportlern zu vermitteln, die sich nie als Leistungssportler gesehen haben, die teils abwehrend auf den Begriff „Training“ reagiert haben. „Da ist die Szene sehr sensibel. Es gibt Befürworter, Neutrale, aber auch Hater“, erklärt Jantos.

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Inzwischen haben auch die Landesverbände solche Koordinatoren installiert, Jantos hat den Job für Niedersachsen übernommen. „Meine Aufgabe ist es, das Ganze sanft zu entwickeln“, erklärt der 47-Jährige. Und: „Wir müssen sehen, wie wir das verkaufen.“

Deshalb könne es sein, dass es bei der DM in einigen Wettbewerben zwei Sieger gebe – einen mit Lizenz und einen ohne. Denn offizieller deutscher Meister können nur Fahrer mit Lizenz werden – auch wenn andere besser waren.

Lange To-Do-Liste

Eigentlich sollten die Titelkämpfe im Sommer in Berlin ausgetragen werden. Eine Regeländerung des Weltverbandes UCI (Union Cycliste International) machte die Verlegung nötig. Demnach brauchen Athleten eine Mindestanzahl an Ranglistenpunkten, um bei internationalen Weltcupveranstaltungen teilzunehmen – wie zum Beispiel Ende Mai in Montpellier. „Die DM ist der einzige Wettbewerb in Deutschland, bei dem die Fahrer diese Punkte sammeln können“, erklärt Jantos. Deshalb stand auch für ihn und Ubbo de Witt, Vorsitzender von Backyard, sofort fest: „Wir machen das.“

Erfahren haben sie davon erst etwa fünf Wochen vor dem Austragungswochenende. Nicht viel Zeit, so eine DM auf die Beine zu stellen. „Die Anfangseuphorie ist noch da“, betont Jantos, „auch wenn sehr schnell 60 Punkte auf der To-Do-Liste standen“. Mit anderen Worten: „Bei uns brennt gerade die Luft.“ Vom Parkplatz über Sanitäter bis zu Übernachtungsmöglichkeiten muss alles organisiert werden. „Wir sind ein gutes Team, wir haben schon viele Punkte abgearbeitet – aber es kommen auch noch einige dazu.“ Außerdem muss das Ganze finanziert werden. Jantos habe zwar schon einige Sponsoren gefunden, das sei für die „Rand- bzw. Trendsportart BMX“ aber gar nicht so einfach.

Hochklassige Konkurrenz

Doch man merkt: Jantos ist Feuer und Flamme und freut sich auf die DM in Oldenburg. „Wir erwarten ein hochklassiges Starterfeld“, sagt er. Unter anderem kommt der komplette BMX-Freestyle-Olympia-Kader des Bundes deutscher Radfahrer (BDR) inklusive der für Backyard fahrenden Tobias Freigang und Timo Schulze. Aber auch Jantos’ Söhne Dominik und Jerrik werden am Start sein, die beide im jüngst etablierten „Pro-Team“ von Backyard fahren. Das ist eine Leistungsgruppe, die einmal die Woche tatsächlich „Training“ hat – „also nicht nur fahren“, spezifiziert Michael Jantos. Damit leistet Oldenburg erneut Pionierarbeit in der deutschen BMX-Szene.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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